Zetzwil

Freiwillige des Jahres: Mit diesem Titel darf sich Turnerin Ruth Heiniger schmücken

Ammann Daniel Heggli gratuliert Gewinnerin Ruth Heiniger.

Ammann Daniel Heggli gratuliert Gewinnerin Ruth Heiniger.

Der Gemeinderat Zetzwil bedankt sich mit dem Preis bei den Heinzelmännchen im Dorf.

Die Samariterlehrerin Franziska Häfeli, die für die Zetzwiler Samariter-Trainings organisiert. Der Hüttenwart Theodor Roth, der in der Wuhrhütte ohne Entgelt eine neue Küche einbaute. Die Mentorin Aloisia Volmering, die Asylsuchende berät. Obwohl Freiwillige – meist im Rahmen einer Vereinsmitgliedschaft – ihre Dienste gerne erbringen, verdienen sie einen regelmässigen Dank ihrer Gemeinde.

Deshalb hatte der Gemeinderat den Preis für den Freiwilligen respektive die Freiwillige des Jahres ins Leben gerufen, dessen Verleihung er heuer erstmals im hollywoodschen Stil inszenierte. Und wie die glamourösen Stars wusste am Montagabend niemand der nominierten Vereinsmitglieder, wer am Ende des Abends die Siegestrophäe nach Hause nehmen durfte.

16 Nominierte waren unter den 70 Gästen, im Gemeindesaal, die von ihren Vereinsgspähnli für den Preis vorgeschlagen worden waren und die die Zeremonie tapfer absassen, bis am Ende des Abends der Gewinner enthüllt wurde.

Für einmal servierte der Gemeindeammann

Lilo Henkel, die im Gemeinderat für Freiwilligenarbeit zuständig ist, hatte dafür gesorgt, dass nicht nur der Preis an sich, sondern die ganze Veranstaltung eine Geste der Wertschätzung war: Apéro
riche, Dessert und Getränke servierten die Gemeinderäte und -rätinnen und in den Ansprachen wurde mehrfach erwähnt, dass es ohne sie nicht gehe in einer Gemeinde.

Sei es durch eine freiwillige Dienstleistung wie dem Mahlzeitendienst oder der Kirchenpflege, sei es dank engagierter Vereinsmitglieder, die zu einem lebendigen Dorf beitragen.

200 Personen leisten Freiwilligenarbeit im Dorf

Die Musikgesellschaft ihren langjährigen Leiter Anton Graber nominiert, der Ferienspass Homberg seine Organisatorin Evelyne Pfister und die Schützengesellschaft ihren «Mann im Hintergrund», Hansruedi Köbeli. Etwa 200 Freiwillige zähle Zetzwil (1300 Einwohner), sagte Lilo Henkel. «Sie leisten zusammen etwa 20'800 Stunden Arbeit im Jahr.»

Wer die Trophäe erhält, bestimmte das Publikum durch geheime Abstimmung. Und es kürte die Turnerin Ruth Heiniger zur Freiwilligen des Jahres. Sie hatte 1979 den Frauenturnverein mitgegründet, aufgebaut und massgeblich geprägt, wie ihre Vereinskolleginnen in der eingereichten Nomination schrieben.

Auch heute, nach 40 Jahren, leitet sie noch Kurse und die Walkinggruppe. Die Gewinnerin strahlte, doch Sonnen im Scheinwerferlicht wollte sie sich nicht zu lange: «Nicht zu viele Fotos bitte.»

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