Kirchleerau

Geschäftsbericht der Bank Leerau: «Angesichts des Umfelds zufrieden»

Hier entsteht der Bank-Neubau

Hier entsteht der Bank-Neubau

Die Bank Leerau schaut vorsichtig positiv auf ihr 180. Geschäftsjahr zurück.

Der Geschäftserfolg der Bank Leerau liegt mit 4,02 Mio. Franken im Rahmen des Vorjahres. Das geht aus dem neulich veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Gleiches gilt für den Bilanzgewinn von 1,36 Mio. Franken. Der Generalversammlung vom 4. März will man die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 17 Prozent beantragen.

Die Bank spricht von einer «stabilen Ertragssituation». Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft, der Hauptertragsquelle der Bank, präsentiere sich mit 7,97 Mio. Franken ebenfalls im Rahmen des Vorjahres. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (Sorten-, Devisen- und Edelmetallhandel) von 1,18 Mio. Franken und jener aus dem Handelsgeschäft von 0,41 Mio. Franken tendierten hingegen leicht rückläufig.

Auf Ausgabenseite kompensieren

«In Anbetracht des schwierigen Marktumfelds bin ich mit dem Ergebnis zufrieden», sagt Stefan Züsli, Vorsitzender der Geschäftsleitung, auf Anfrage. Da die Zinsen auf Tiefstniveau verharrten, müsste der ausfallende Ertrag anderweitig kompensiert werden – namentlich auf der Ausgabenseite. Das werde auch im laufenden Geschäftsjahr nicht anders sein.

Beim Sachaufwand sei die IT der weitaus grösste Posten. «Hier geben wir den Druck weiter an unsere Lieferanten», so Züsli. «Beim Personalaufwand hingegen können und wollen wir nicht weiter sparen, sonst können wir unsere Dienstleistung nicht mehr in der gewohnten Qualität erbringen.»

Im vergangenen Geschäftsjahr nahm der Sachaufwand um 0,2 Mio. auf 2,48 Mio. Franken ab und der Personalaufwand reduzierte sich von 2,39 Mio. auf 2,33 Mio. Franken. Der Geschäftsaufwand betrug somit 4,81 Mio. Franken.

Die Kundengelder verzeichneten gemäss Geschäftsbericht ein solides Wachstum um 14, 88 Mio. auf 472,04 Mio. Franken. Die Kundenausleihungen stiegen um 13,67 Mio. auf 573,78 Mio. Franken an. Die Bilanzsumme schloss per Ende 2016 auf einem Stand von 634,01 Mio. Franken, was einem Plus von 21,18 Mio. Franken entspricht.

Banken tun sich zusammen

Um sich für die Digitalisierung in der Zukunft zu rüsten, hat sich die Bank Leerau mit 24 anderen Regionalbanken zusammen getan. Gemeinsam werden Lösungen für den digitalen Zahlungsmarkt erarbeitet. Das Projekt startete vergangenes Jahr, 2018 soll es wirksam werden.

Per Ende 2013 ist die Bank Leerau aus dem Clientis-Verbund ausgetreten. Hat sich das gelohnt? «Auch nach drei Jahren hat sich diese Entscheidung sehr positiv ausgewirkt für uns», sagt Stefan Züsli. «Wir sind freier in den Entscheidungen, können dort externe Dienstleistungen beziehen, wo’s für uns passt. Im Endeffekt haben wir tiefere Kosten und mehr Handlungsspielraum.»(rap)

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