Oberfeld

Gränichen erhält Recycling-Paradies – Geschwister Bertschi investieren in neuen Standort

Das Recycling-Paradies kommt neben die Kantonsstrasse (im Bild hinten) zu stehen.Bild: uhg

Das Recycling-Paradies kommt neben die Kantonsstrasse (im Bild hinten) zu stehen.Bild: uhg

Die Gemeinde ist erfreut, dass die Geschwister Bertschi auf der Höhe der Fussballplätze investieren wollen.

Es ist erst drei Wochen her, da haben Karin Bertschi und ihre Geschwistern Olivia, Sabine und Daniel in Spreitenbach ihr viertes und bisher grösstes Recycling-Paradies eröffnet. Und jetzt ist schon das fünfte spruchreif: Seit gestern liegt auf der Gränicher Bauverwaltung das Baugesuch für eine «Recycling-Sammelstelle mit Werkstätte und Autoverkaufsplatz» auf (bis 30. September). Die Anlage ist im Gebiet Oberfeld geplant. Zwischen der Kantonsstrasse und den Fussballplätzen auf der «Zehndermatte». Die Erschliessung erfolgt nicht von der Hauptstrasse aus, sondern über die Schürbergstrasse und einen heutigen Feldweg entlang dem WSB-Gleis.

In Kombination mit einem Autoverkaufsplatz

Karin Bertschi schwärmt: «Für uns ist es ein Glücksfall, dass wir in Gränichen ein so ideales Grundstück gefunden haben.» Heute würden viele Gränicher nach Reinach oder Hunzenschwil in ihre Sammelstellen fahren, um Materialien zu entsorgen. «Mit dem neuen Standort ziemlich in der Mitte der beiden bisherigen Recyling-Paradiese können Anfahrtswege verkürzt werden, was uns sehr freut», so Bertschi.

Geplant ist eine 63 mal 30 Meter grosse Halle im typischen Recycling-Paradies-Hellgrün. Es soll zudem auf der Seite der Kantonsstrasse einen vom Recycling-Hof durch eine Mauer abgetrennten Autoverkaufsplatz geben. In den aufliegenden Plänen sind 14 Autos eingezeichnet, Platz haben dürften aber deutlich mehr. Auf der Baugesuchsmappe werden die Investitionskosten für das Gebäude und die Umgebungsarbeiten mit 1,1 Millionen Franken beziffert.

Eine Win-win-Situation für die Gemeinde

Für Gemeindeammann Peter Stirnemann ist das Recycling-Paradies «ein Gewinn für die Gemeinde». Im alten Werkhof hätten Altstoffe abgegeben werden können. «Im Zuge des Neubauvorhabens ‹Werkhof Moortal› war die Gemeinde mit der Firma Recycling-Paradies schon seit längerer Zeit in Kontakt», erklärt Stirnemann. Im Dialog habe eine langfristige Lösung mit der Realisierung des Recycling-Paradieses gefunden werden können. «Der Neubau des Recycling Paradieses schafft eine zeitgemässe und zentrale Sammelstelle im Recyclingbereich und ergibt für uns eine Win-win-Situation», sagt Stirnemann. Die vier externen Gemeindesammelstellen würden bestehen bleiben, diejenige im alten Werkhof aber entfalle.

Gränichen ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und wird es in naher Zukunft weiter tun. Allein schon wegen des hohen Leerwohnungsbestandes. Aber auch, weil weitere Bauprojekte in der Pipeline sind. Hatte Gränichen im Jahr 2010 noch 6822 Einwohner, so sind es heute 7885.

Das Unternehmen Recycling-Paradies AG gehört zu gleichen Teilen (je ein Viertel) den Geschwistern Bertschi. Das erste Recycling-Paradies ist 2010 in Reinach eröffnet worden. Karin Bertschi war bis vor den Sommerferien SVP-Grossrätin.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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