Suhrental

Grosses Wachstum bei der Spitex Suhrental Plus: Nachfrage erzeugt höhere Kosten für Gemeinden

Eine Mitarbeitende der Spitex kümmert sich um einen Patienten. (Symbolbild)

Eine Mitarbeitende der Spitex kümmert sich um einen Patienten. (Symbolbild)

Die Pflegeleistungen der Spitex Suhrental Plus stiegen im vergangenen Jahr um 7,2 Prozent. Doch das Wachstum hat auch eine Kehrseite. Die erhöhte Nachfrage erzeugt so höhere Kosten für die Gemeinden.

Die Spitex Suhrental Plus (SSP) hatte ein sehr erfolgreiches 2019 mit einem erheblichen Mengenwachstum. Die Pflegeleistungen stiegen um 7,2 Prozent, 56 584 Stunden wurden verrechnet. Besonders gross war das Wachstum in den Bereichen palliative Versorgung (+172 Prozent) und psychiatrische Pflegeleistungen (+7,1 Prozent). Die Kehrseite des Mengenwachstums: Die Belastung der Gemeinden stieg um 5 Prozent auf 2,65 Mio. Franken. Und dieses Jahr ist, wegen der Tarifsenkungen, die kompensiert werden müssen, ein weiteres Wachstum auf 2,9 Mio. Franken budgetiert.

Die SSP betreut ein Einzugsgebiet mit fast 40000 Personen, 16 Gemeinden von Schmiedrued bis Unterentfelden. Sie entstand vor acht Jahren durch die Fusion von fünf Spitexorganisationen. 118 Mitarbeitende (64,7 Vollzeitstellen, plus 2,2) erwirtschafteten einen Umsatz von 6,7 Mio. Franken. Letzes Jahr wurde Geschäftsleiter Daniel Weber in den Ruhestand verabschiedet.

In der Bevölkerung gut verankert

Am 1. Mai 2019 übernahm Simone Rosenkranz. Laut Jahresbericht war das Jahr 2019 ansonsten geprägt von «wenigen personellen Wechseln». Laut Präsidentin Sonja Morgenthaler ist die SSP «organisatorisch und personell gut aufgestellt». Es bestehe «kein direkter Handlungsbedarf». Dennoch beteiligt sie sich am Projekt des Planungsverbandes aarau regio, der analysieren lässt, ob es zwischen sechs Spitex-Organisationen nicht ein Optimierungspotenzial gibt.

Die Spitex Surental Plus ist in der Bevölkerung gut verankert. Das zeigt sich etwa daran, dass letztes Jahr 53 796 Franken Spendengelder eingegangen sind. Der Verein hat 3136 Mitglieder (-2 Prozent). Coronabedingt wurde die Generalversammlung auf schriftlichem Weg durchgeführt. Die sechs Vorstandsmitglieder unter dem Präsidium von Sonja Morgenthaler (Hirschthal) wurden für weitere vier Jahre bestätigt. (uhg)

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