Geplante Gross-Fusion

Grossrat Rolf Haller: «Im Wynental funktioniert das mit Sicherheit nicht»

Rolf Haller kann die Fusionsbemühungen nicht nachvollziehen.

Rolf Haller kann die Fusionsbemühungen nicht nachvollziehen.

Die Diskussionen über eine Gemeindefusion sind für den Zetzwiler Grossrat Rolf Haller (EDU) Verschleuderung von Steuergeld. Das hätten vergangene Kooperationsbemühungen bereits gezeigt.

Unter dem Titel «Die grösste Aargauer Gemeinde?» berichtete die AZ am letzten Mittwoch über die beginnenden Dis­kussionen über eine Fusion von neun Gemeinden im Wynental. Dazu schreibt Grossrat Rolf Haller (EDU, Zetzwil), ihm sei nicht bekannt, dass je an einer Gemeindeversammlung gefragt worden sei, ob ein solches Projekt in Angriff genommen werden solle. «Vielleicht funktioniert eine solche Taktik andernorts, aber mit ­Sicherheit nicht im Wynental!»

Und weiter: «Ich stelle einmal mehr fest, dass es Politiker gibt, die sich einen Deut um die Meinung des Stimm- und Steuerzahlvolkes scheren und meinen, man müsse das Volk nicht fragen, weil dieses ja so oder so keine Ahnung hat. Offenbar sind diese vom Volk gewählten ‹Volksvertreter› nicht lernfähig.»

Haller zählt ein paar Wynentaler Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit auf: «1. Gescheiterter Zusammenschluss Spitex Reinach-Leimbach mit der Spitex Mittleres Wynental; 2. Gescheiterte Gemeindefusion von Ober- und Unterkulm; 3. Zusammenschluss der Kreisschule Homberg mit der Kreisschule Mittleres Wynental mit fahlem Nachgeschmack für Gontenschwil; 4. Mangelnde Zusammenarbeit zur Lösung von akuten Verkehrsproblemen im Wynental.»

Laut Grossrat Rolf Haller ist man nicht fähig, auf Augenhöhe und unter Einbezug aller involvierten Trägerschaften und Gemeinden, kleinere Projekte erfolgreich zu gestalten.

«Und trotzdem sollen jetzt weiter Steuergelder verschleudert werden, um ein Projekt ­vor­anzutreiben, das von vorn­herein zum Scheitern verurteilt ist?»

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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