Schöftlands heissestes Eisen ist im Moment die Richtplanänderung, um auf dem Hegmattengebiet (zwischen Suhre und Suhrentalstrasse) dereinst ein neues Depot und eine neue Werkstatt für die Bahn zu erstellen. 10 Hektaren Landwirtschaftsland werden dabei überbaut.

«Aargau Verkehr» (früher WSB) schafft längere Zugskompositionen an (60 statt 40 Meter) und muss deshalb ein grösseres Depot (ab 2025) und eine grössere Werkstatt (ab 2045) bauen. Gegen die «Hegmatte»-Pläne hat das Komitee «Nein zur Überbauung der Hegmatte» um Grossrat Severin Lüscher (Grüne) und Bernhard Hürzeler (ehemaliger SP-Grossrat) am 4. Juni beim Gemeinderat Schöftland eine Petition mit 865 Unterschriften eingereicht.

Nun antwortet der Gemeinderat den Petitionären und weist darauf hin, dass jetzt der Moment da ist, sich ins Planungsverfahren einzubringen. Bis Ende September läuft das Vernehmlassungsverfahren zur Anpassung des Richtplans, dazu kann jedermann Stellung nehmen. Anschliessend wird zur Erstellung der Bahnanlagen und Verlegung der Gleise auf der Hegmatte ein eisenbahnrechtliches Plangenehmigungsverfahren durchgeführt.

Gegen dieses können nur Personen, die persönlich betroffen sind, Einwendungen machen. Zudem weist der Gemeinderat darauf hin, dass «Aargau Verkehr» zum Bau keinen Gemeinderatsbeschluss braucht, denn für das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren ist einzig der Bund zuständig.