Zwischen und Zetzwil und Gontenschwil liegen nur wenige hundert Meter. Die beiden Dörfer verbindet die Gontenschwilerstrasse, für viele ist sie Schulweg und wichtige Verbindungsstrasse. Seit diesem Herbst ist diese Strasse frisch saniert. Es gibt jetzt ein Trottoir und einen Velostreifen in beide Richtungen.

Und ein recht modernes Beleuchuntssystem: Das Licht geht erst an, wenn sich auf der Strasse etwas bewegt. Es wandert mit Autos, aber auch mit Velos oder Fussgängern mit. An jedem Kandelaber ist ein Bewegungsmelder angebracht, der Bewegungen mittels Radar erfasst und je nach Geschwindigkeit mit diesen mitwandert. Ohne Verkehr dimmen die Lampen auf 20 Prozent ihrer Leuchtkraft zurück.

«Sensationell» – aber braucht es das?

Das spart Energie und schont die Tierwelt. Vor allem Vögel mögen es nachts lieber dunkel, wie Christof Schaerer vom Ingenieurbüro Wilhelm und Wahlen in Aarau, das das Projekt umgesetzt hat, zu bedenken gibt.

Den Anstoss zur wandernden Beleuchtung hat der Kanton gegeben, indem er diese unter anderem für die sanierte Strasse vorschlug. Die Gemeinden, in deren Eigentum die Beleuchtung ist, sind zufrieden damit.

«Sensationell», sagt Vizeammann Beat Heinzer, in Zetzwil zuständig für das Bauwesen, sogar. In beiden Gemeinden herrsche in den Nächten von Montag bis Donnerstag ohnehin schon Lichterlöschen.

Einzig Daniel Sommerhalder vom regionalen Energieversorger EWS Energie ist skeptisch. Eine gute Idee findet er die wandernde Strassenbeleuchtung in Sachen Energieersparnis, aber: «Ob es das wirklich braucht?» Schliesslich sei das System «komplizierter und teurer» als eine herkömmliche Beleuchtung.

Zwölf Anlagen im Aargau

216 solche Anlagen hat die Firma Elektron AG aus Au ZH bereits in der ganzen Schweiz installiert, zwölf davon im Aargau, darunter auch jene zwischen Zetzwil und Gontenschwil.

Erst kürzlich ist ein neues Projekt auf den Plan gekommen: Auch am Balänenweg in Aarau soll es eine Beleuchtung geben, die durch die Bewegung von Fussgängern oder Velofahrern gesteuert wird.