Nutzungsplanung

Hirschthal bestimmt über die neue BNO – und damit die Erweiterung von drei Firmen

Das 2,48 Hektaren grosse Landwirtschaftsgebiet «Neumatte» am linken Bildrand wird im Rahmen der neuen Hirschthaler Nutzungsplanung in Gewerbeland umgezont.

Das 2,48 Hektaren grosse Landwirtschaftsgebiet «Neumatte» am linken Bildrand wird im Rahmen der neuen Hirschthaler Nutzungsplanung in Gewerbeland umgezont.

Die Gemeinde Hirschthal muss über die neue Nutzungsplanung abstimmen. Dabei geht es nicht nur um den Umbau des Gemeindehauses sondern auch um die Zukunft von drei Firmen.

Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung hat die Hirschthaler Gemeinderäte mehr als eine Schweissperle gekostet. Dies wegen der Einzonung von 2,48 Hektaren Gewerbeland in der «Neumatte» an der Suhren- talstrasse. Die KMU Pfiffner, Jungheinrich sowie die A. Meier Gartenbau wollen alle expandieren und rund 100 Arbeitsplätze schaffen. Damit sie das in Hirschthal tun können – und sich nicht etwa einen Wegzug überlegen – soll die neue Gewerbezone geschaffen werden.

Zwar hatte der Gemeinderat die Hirschthaler Bevölkerung hinter sich beim Vorhaben, doch dann stiess er beim Widerstand beim Grossen Rat. Dieser redet mit, weil eine Anpassung des kantonalen Richtplans nötig ist, da sich die «Neumatte» im Siedlungstrenngürtel zwischen Hirschthal und Holziken befindet. Im Rahmen der Vernehmlassung hagelte es Kritik von vielen Parteien. Dank intelligentem Lobbying, unter anderem Briefe der Gemeinde Hirschthal an die Grossräte und Grossrätinnen, kam es doch noch gut. Im September wurde der Richtplaneintrag bewilligt.

Verwaltung erhält mehr Platz im Gemeindehaus

Die Nutzungsplanung kommt also wie ursprünglich geplant am 4. Dezember an die Gemeindeversammlung. Für die neue Gewerbezone gilt: Wer eine neue Industriebaute hinstellt, muss ein Mobilitätskonzept erarbeiten, die dem Baugesuch beizulegen ist. Dieses beinhaltet unter anderem die Zahl der maximal zulässigen Parkplätze, interner Fusswege und Information zur ÖV-Benützung. Als Kompensation zur Einzonung der «Neumatte» wird im Gebiet Chaibenacher ein Landstück in Landwirtschaftszone geändert, das aktuell in der Zone für öffentliche Bauten (ÖBA) ist. Im Zusammenhang mit der BNO wird an der Gmeind auch ein neues Baugebührenreglement beantragt.

Auch mit dem Umbau des Gemeindehauses muss sich der Souverän beschäftigen. Beantragt ist ein Kredit von 300'000 Franken, um Räume im 2. Obergeschoss umzubauen. Heute ist dort der Verein Mütter- und Väterberatung Region Aarau Plus eingemietet, der künftig weniger Platz im Gemeindehaus nutzen wird. Der Umbau ist für Frühling 2021 vorgesehen. Ein weiterer Kredit ist für die Erweiterung des Wassernetzes (Ringschluss) Rebhalde beantragt. Mit 312'000 Franken soll im Quartier Rebhalde eine Ringleitung geschaffen werden. Im Gegensatz zu Astleitungen erfolgt in solchen eine optimale Wasserzirkulation. Schliesslich müssen die neuen Satzungen des Abwasserverbands Region Schöftland abgesegnet werden.

Das Budget 2021 rechnet mit einem Verlust von 278'262 Franken bei einem unveränderten Steuerfuss von 105 Prozent (Rechnung 2019: 355'763 Franken). Der Gemeinderat rechnet mit einer Reduktion des Einkommens- und Vermögenssteuerertrags um rund 2 Prozent. Auch für die Steuer von juristischen Personen ist ein deutlich tieferer Steuerertrag vorgesehen.

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