Menziken

Kreisschule aargauSüd und Abwassergebühren: Darum geht es an der Gemeindeversammlung

Der Bezirksschulstandort Menziken lässt sich aufgrund kantonaler Vorgaben nicht mehr halten und soll in der neu zu schaffenden Kreisschule aargauSüd integriert werden. (Archivbild)

Der Bezirksschulstandort Menziken lässt sich aufgrund kantonaler Vorgaben nicht mehr halten und soll in der neu zu schaffenden Kreisschule aargauSüd integriert werden. (Archivbild)

Wichtigstes Traktandum der Gemeindeversammlung vom 6. Juni ist der Betritt zu Oberstufen-Kreisschule aargauSüd . Es geht aber auch um Wasser und Abwasser.

Geht es nach dem Gemeinderat, sollen in Menziken die Wasser- und Abwassergebühren steigen. Bei der Gemeindeversammlung wird vorgeschlagen, dass bei der Wasserversorgung anstelle eines Pauschaltarifs (abhängig von der Nennweite des Anschlusses) neu eine Anschlussgebühr von 10 Franken pro Quadratmeter Gesamtgeschossfläche erhoben werden soll. Zudem sind Mindestanschlussgebühren geplant: 2000 Franken für ein Einfamilienhaus, 1200 Franken pro Wohnung für ein Mehrfamilienhaus, und 7500 Franken für Industriebauten.

Auch beim Abwasser soll es teurer werden: «Die Gebührensätze bleiben mit 25 Franken pro Quadratmeter unverändert. Hingegen werden die Anschlussgebühren für das Abwasser - analog wie bei der Wasserversorgung - neu ebenfalls nach der Gesamtgeschossfläche und den entwässerten Flächen berechnet», heisst im Infoschreiben zur Gemeindeversammlung. Mit der Umstellung und Berechnung nach der Gesamtgeschossfläche ist sowohl im Wasserversorgungs- wie auch im Abwasserbereich mit höheren einmaligen Anschlussgebühren zu rechnen.

Abwasserverband Oberwynental

Des Weiteren beantragt der Gemeinderat Zustimmung zu einer Revision der Satzungen zum Abwasserverband Oberwynental (AOW). Hintergrund ist der bevorstehende Beitritt der Gemeinden Gontenschwil und Zetzwil (Auflösung der ARA Gontenschwil am 1.1.2019) sowie die Erweiterung des Verbandseigentums durch die Übernahme von Gemeindeanlagen. Der AOW soll, zusätzlich zu den bereits in seinem Besitz befindlichen Aussenanlagen und Kanälen, alle Regenüberlaufbecken, Pumpwerke und betroffenen Leitungen im Verbandsgebiet übernehmen.

«Die sich bisher im Gemeindebesitz befindlichen derartigen Anlagen und Leitungen werden per 1. Januar 2019 ins Eigentum des Verbands übertragen. Die Überschreitung der Anlagen erfolgt unentgeltlich. Bei der Kontrolle vor der Übernahme festgestellte Mängel oder baulich/technisch notwendige Nachrüstungen müssen noch durch die bisherigen Besitzer vorgenommen werden. Die Kosten dieser Massnahmen gehen zulasten der jeweils zuständigen Gemeinden», heisst es im Bericht zu den Satzungen des Abwasserverbands Oberwynental. Der Grundsatz der verursachergerechten Kostenverteilung auf die Verbandsgemeinden soll aber insgesamt unverändert bleiben.

Beitritt Kreisschule aargauSüd

Als weiterer Punkt auf der Traktandenliste soll über den Beitritt zur Kreisschule aargauSüd abgestimmt werden. Der Bezirksschulstandort Menziken lässt sich aufgrund kantonaler Vorgaben nicht mehr halten und soll in der neu zu schaffenden Kreisschule aargauSüd integriert werden. Mit der Bildung der Kreisschule können die Vorgaben ohne zusätzliche Investition in Schulanlagen umgesetzt werden.

Trotz des Verlusts der Bez wird für den Beitritt zum Kreisschulverband geworben, mit der ausdrücklichen Warnung, dass «nicht zustimmende Gemeinden werden fortan die Oberstufe vollständig – auch ohne Unterstützung des Kantons – auf eigene Kosten führen müssen. In einem solchen Fall muss davon ausgegangen werden, dass der Kanton für die Gemeinden die Zuteilung zu einer Kreisschule verfügen wird».

Eine halbe Million Überschuss

An der Gemeindeversammlung soll weiter die Rechnung 2017 genehmigt werden. Schon im April meldete die Gemeinde Menziken (Steuerfuss 120 Prozent) einen erfreulichen Ertragsüberschuss von 552 455 Franken. Budgetiert war lediglich ein Plus von 60 000 Franken.

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