Unterkulm

Ljuba Manz schwärmt an den Musiktagen: «Der Böhler war Caspars Paradies»

Die Zürcher Hotelière veranstaltete ihr drittes Musikfestival im Landhaus Dornegg.

Auf der Bühne spielt ein 14-jähriger Geigen-Wunderknabe Tschaikowsky, bestaunt von einer edlen Gesellschaft in schicker Garderobe, während gleich daneben Schwalben unter die Dachbalken fliegen und der Berner Sennenhund den Gänsen nachschaut. Zusammengeführt hat es die Dame, die in der vordersten Reihe sitzt: Ljuba Manz, ungeachtet ihrer 79 Jahre in Zehn-Zentimenter-Stilettoabsätzen.

Ljuba Manz veranstaltete vom 6. bis 9. September die dritten Musiktage in ihrem Landhaus Dornegg in Unterkulm.

Ljuba Manz veranstaltete vom 6. bis 9. September die dritten Musiktage in ihrem Landhaus Dornegg in Unterkulm.

Geiger Daniil Bessonov (14), Saxofonistin Sofia Tyurina (11) und Oboist Timofei Yakhnov (15) am Sonntags-Konzert der Musiktage im Landhaus Dornegg.

Die Hotelière der Hotelgruppe Manz Privacy, zu der das «St. Gotthard» in Zürich oder das «Euler» in Basel gehören, servierte der Region am Wochenende zum dritten Mal einen Cocktail aus hochrangiger Klassik, ländlichem Charme und dem Glamour seiner Gastgeberin. «Fühlen Sie die Musik», riet Ljuba Manz zu Beginn des Sonntags-Konzerts in ihrem Landhaus Dornegg. «Schalten Sie dazu nicht nur Ihre Handys aus, sondern auch Ihre Gedanken.»

Und wahrlich: Der 14-jährige Violinist Daniil Bessonov, der schon mit sechs Jahren seine ersten internationalen Preise gewann, brachte die Gäste mit seinen Tschaikowsky-Walzern dazu, die Augen zu schliessen und die Welt rundherum zu vergessen. Der Organisator der Musiktage, Pianist Oleksandr Chugai, hatte den Nachwuchsgeiger zusammen mit der elfjährigen Saxofonistin Sofia Tyurina und dem 15-jährigen Oboisten Timofei Yakhnov engagiert, weil sie im Rahmen des «Festival Septembre Musical» nach Montreux eingeladen waren. Zum Abschluss schmetterten die drei gemeinsam Aram Chatschaturjans «Sabre Dance». Wem das zu viel war, blickte am Ensemble vorbei in die Natur. Diese war schon für den verstorbenen Hotelpatron Caspar E. Manz Balsam gegen das Zürcher Geschäftsleben, wie Witwe Ljuba Manz sagt: «Der Böhler war Caspars Paradies.»

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