Renaturierung

Mehr Leben an der Uerke

Hier soll die Aufwertung stattfinden.

Hier soll die Aufwertung stattfinden.

Der Kanton renaturiert Uerkekanal. Und die Ortsbürger von Holziken geben dafür Land – 2000 Quadratmeter für 10000 Franken.

Ende November befindet die Ortsbürgergmeind Holziken über den Verkauf von 2000 Quadratmetern Land in der Halde. Der Kanton erwirbt das Kulturland für 10000 Franken und braucht es später für die Renaturierung des Uerkekanals.

Vor vielen Jahren sei von der Uerke zusätzlich ein Kanal geschaffen worden, um die Drainagen hineinzuführen, sagt Gemeindeschreiber Hansueli Mathys. Jetzt trat der einheimische Natur- und Vogelschutzverein mit der Idee an den Gemeinderat, den Kanal freizulegen. «Dieser stellte sich positiv zum Projekt», so Mathys.

Der Kanton respektive die Abteilung Landschaft und Gewässer, führt die Renaturierung des Baches durch und übernimmt den grössten finanziellen Teil. «Die Suhre unterhalb Staffelbach sowie die Ruederchen und die Uerke sind stark verarmt», schreibt der Kanton in seinem Renaturierungsprojekt. Das sei durch die weitgehend bestockten und auch stark verbauten Ufer bedingt. «Typische Tierarten wie Goldammer, Grünspecht oder Schachbrettfalter kämen in dieser Region nur noch selten vor. Mit der Renaturierung sollen diese Artenvielfalt wie auch der Amphibienschutz gefördert werden.

Bogenschützen bleiben

Der Kanton will das linke Ufer der Uerke naturnah gestalten. Das rechte Ufer wird belassen, da dort ein Radweg und ein Wanderweg entlangführen. In einer ersten Etappe soll das linke Ufer auf der ganzen Fläche, von der Unterführung bis zum Wäldchen und früheren Einsprung der Militaryreiter, abgeflacht werden. Das Waldstück will man auslichten, um sonnenliebende Insekten anzuziehen. Zur Vernetzung der Pionieramphibien wird in diesem Bereich ein Pioniertümpel angelegt. In einer weiteren Etappe legt der Kanton Kiesflächen und Kleinstrukturen an. Auf der ganzen Wiesenfläche sät er eine artenreiche Blumenmischung an.

Die Bogenschützen aus dem Suhrenplatz, die seit Jahren am linken Uerkeufer Pfeilbogen schiessen, müssen nicht um ihren Standort bangen. Laut Gemeindeschreiber Mathys können sie weiterhin dort üben, wenn auch leicht versetzt.

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