Feuerwehr
Mit Taschenlampe, Hund und einem wachsamen Auge unterwegs – Einbrecher-Patrouillen beschützen Hirschthal

Rund zwanzig Freiwillige patrouillieren unregelmässig in Hirschthal. Bei der Bevölkerung sind sie sehr beliebt – und auch in der kriminellen Szene habe sich ihre Präsenz wohl rumgesprochen.

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Herbst- und Winterzeit ist Einbruchsaison. Das war in Hirschthal bis in die 90er-Jahre auch der Fall. Die Einbruchszahlen hätten sich gehäuft. Die Bevölkerung hatte Angst. Der Gemeindeammann, Peter Stadler, erzählt: «Unsere Leute haben sich tatsächlich so stark gefürchtet, dass sie sich am Abend nicht mehr aus dem Haus trauten.» Man hätte nie gewusst, was einen nach der Rückkehr erwarte. Deshalb hat die Gemeinde eine Präventionspatrouille ins Leben gerufen, wie der Fernsehsender TeleM1 berichtet.

Von November bis März sind jeweils am Abend Zweier-Teams der Feuerwehr unterwegs. Sie beobachten mit Hund und Taschenlampe die Gegend. Wird ein Einbrecher erwischt, rufen sie die Polizei. Dazu ist es jedoch in den letzten zwanzig Jahren gar nie gekommen.

«Wir können der Bevölkerung etwas zurückgeben»

Über zwanzig Freiwillige patrouillieren unregelmässig. Bei der Hirschthaler Bevölkerung sind sie beliebt. Wahrscheinlich auch, weil sie ein besonderes Auge auf Liegenschaften haben, deren Bewohner in den Ferien sind. «Ich finde es sehr gut. Die Patrouille hilft sicher viel», sagt die Anwohnerin Käthi Meyer. Es ist eine dankbare Arbeit. Die Patrouilleurin Marion Läuppi erzählt, dass sie die Einsätze spannend findet und streift dabei wachsam durch die Gegend. «Ich finde es schön, dass wir der Bevölkerung etwas zurückgeben können», betont Läuppi.

Etwas zurückgeben konnten die Freiwilligen, denn offenbar haben sich die Einsätze auch in den kriminellen Szenen rumgesprochen. In den letzten zwanzig Jahren habe es in Hirschthal nur eine Handvoll Einbrüche gegeben. (wue)