«Nun weiss ich, was ich zu tun habe», lacht Beatrice Bolliger. Um 9.40 Uhr sind ihre 27 Bauernbrote und die 25 Zöpfe bereits verkauft. Der Neugier geschuldet? Die nächsten Samstage bis zu den Sommerferien werden zeigen, ob der Markt eine Zukunft hat.

Stimmen vom Markt:

Das Geschäft läuft prächtig am Pfingstsamstag. Renate Studer, die neben Gemüse auch Tomatensetzlinge verkauft, schickt ihren Mann Salatnachschub holen. «Und Erdbeeren», ruft sie ihm nach. Frische und Nähe sind starke Argumente.

Ein halbes Dutzend Stände, nur der Käser von der Heufrutt in der Innerschweiz ist ein Auswärtiger, lockt auch Gemeinderäte, ältere Leute und Familien auf den Kiesplatz beim Gemeindehaus. «An Leute mit Rollator haben sie nicht gedacht», meint eine ältere Frau.

Patrick Haller, der mit seiner Familie die Auslagen von Rösli Merz – «alles selber gemacht ausser dem Honig, den machen die Bienen» – bestaunt, erinnert sich an den Samstagmarkt seiner Schulzeit, wo man in der Pause Lebkuchen kaufen konnte. Und «positiv überrascht vom Aufmarsch» ist Fritz Züger. Er schenkt Reinacher Bier aus.