Wie kann die Regionalpolizei Zofingen noch effizienter werden? Um das herauszufinden, hat die Repol letztes Jahr ihre Kadermitglieder in einem Workshop zu Schwächen und Stärken der internen Organisation befragt. Als Ergebnis hat die Führung zusammen mit der verantwortlichen Zofinger Stadträtin Christiane Guyer die Gruppengrössen verkleinert (zuvor führte ein Gruppenchef je 12 Personen). Die Gruppen sind so überschaubarer und besser führbar. Aus der zusätzlich entstandenen Gruppe wurde die neue Fachgruppe Prävention. Sie konzentriert sich auf Verkehrssicherheit (etwa von Kindergartenkindern) und den Präventionsbereich der Jugendpolizei (Infoveranstaltungen zu Suchtmittel, Gewaltarten und Cyberkriminalität).

Die Reorganisation der Repol ist der wichtigste Punkt des kürzlich publizierten Jahresberichts 2018. «Wir haben bereits gute Erfahrungen mit den kleineren Gruppen gemacht», sagt Stefan Wettstein, Leiter Regionalpolizei Zofingen. Nicht nur hätten die Gruppenführer besseren Überblick, die vereinfachte Führung verringere auch den Arbeitsaufwand im Büro und erlaube den Kadermitarbeitern, sich vermehrt draussen an der Front aufzuhalten, so Wettstein. So patrouillierten die Polizistinnen und Polizisten im letzten Jahr gut 30 500 Stunden in den Gebieten Zofingen, Suhren-, Uerken und Ruedertal (gut 3000 Stunden mehr als 2017).

Durch Kirchleerau gebraust

Wer öfter im Einsatzgebiet ist, kann auch mehr Verkehrsbussen ausstellen. Mit 9413 Ordnungsbussen wurden gut 2000 mehr ausgestellt als 2017. Die Geschwindigkeitsbussen gingen dagegen leicht zurück. Auffällig steht Kirchleerau mit 2265 Geschwindigkeitsbussen an zweitoberster Stelle (nach Rothrist mit 2730) der 23 Gemeinden umfassenden Liste. «Es ist nicht etwa so, dass wir auf dem Kirchleerber Gebiet mehr kontrollieren», so Wettstein. Die gerade verlaufende Kirchleerber Hauptstrasse verleite wohl zum schnelleren Fahren. Massive Höchstgeschwindigkeiten seien aber nicht verzeichnet worden.

Wegen häuslicher Gewalt machte die Repol 147 Verzeigungen – 2015 waren es 107 gewesen. Aus dem Anstieg zieht Wettstein ein positives Fazit. Der Anstieg zeigt, dass die Hemmschwelle, bei Gewalt die Polizei zu rufen, vonseiten des Opfers, der Nachbarn oder der Kinder weiter sinkt.

Weiter gab es 2018 personelle Änderungen an der Führungsspitze der Repol. Reto Tresch, ehemals Leiter des Postens Schöftland, wurde stellvertretender Leiter der Repol in Zofingen. Marc Lehner folgte auf Reto Tresch auf dem Posten Schöftland.

In diesem Jahr baut die Repol neu den Präventionsunterricht «Sicherheit im Alter» auf. Geplant sind Referate in Seniorenzentren und eine Standaktion.