FC Muhen

Neuer Rückschlag: «Die Landbesitzer wollen uns das benötigte Land nicht mehr zur Verfügung stellen»

Chris Stecher ist enttäuscht.

Gerade erst hat der FC Muhen einen Hauptstreitpunkt bei der geplanten Erweiterung des Fussballplatzes lösen können, da kommt schon das nächste Problem auf den Verein zu: Ein Landbesitzer will plötzlich nicht mehr verkaufen.

Nach dem vorläufigen Aus an der Urne für ein saniertes und vergrössertes Fussballfeld mit Kunstrasen im Februar hat sich der FC Muhen wieder aufgerappelt. Zusammen mit dem Gemeinderat hat er sich an die Ausarbeitung eines neuen Projekts gemacht. Eines, das den Hauptstreitpunkt «Kunstrasen» durch Naturrasen ersetzt und statt 3,9 Millionen Franken nur noch etwa 3 Millionen Franken kosten würde. Diesen Entwurf wollte man an die Wintergmeind vom 22. November bringen.

Nun aber folgt der nächste Schlag für den Fussballclub. «Die Landbesitzer wollen uns das für die Vergrösserung des Hauptfeldes benötigte Land nicht mehr zur Verfügung stellen», schreibt FC-Präsident Chris Stecher in seinem eben veröffentlichten Jahresbericht. Ihren Entscheid hätten die Grundeigentümer dem Gemeinderat schriftlich mitgeteilt. Die Gespräche, die Chris Stecher und Ammann Andreas Urech (SVP) mit einem der Landbesitzer geführt haben, konnten diesen nicht umstimmen, liest man weiter im Jahresbericht. Die Fussballfelder (Trainings- und Hauptfeld) zwischen der Suhre und der Färbergasse sind im Gemeindebesitz und werden auch von anderen Vereinen benutzt.

Zeit für Vergrösserung läuft ab

Der Müheler Fussballclub muss sein Spielfeld vergrössern, um den derzeit geltenden Vorschriften der Swiss Football League zu genügen und sich an die Empfehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung zu halten (zusätzliche drei Meter Seitenabstand). Die Masse des neuen Spielfelds sollen den Vorschriften für einen 3.-Liga-Verein genügen, dorthin will Muhen aufsteigen. Weil der FC Muhen erst die Verabschiedung der neuen Bau- und Nutzungsplanung abwarten musste, bevor er richtig planen konnte, kam er plötzlich in Zeitnot. Eigentlich wäre der Zeitpunkt schon verstrichen, zu dem das grössere Feld hermüsste. Wäre der FC heute schon in der 3. Liga, müsste er bereits ab nächster Saison auf einem grösseren Fussballplatz spielen, wenn er weiterhin Verbandsspiele austragen will. Der AFV hatte Aufschub gewährt, aber nur, weil ein Vergrösserungsprojekt existierte. Die Gemeindeversammlung stimmte dem zwar zu, nach Ergreifen des Referendums erfolgte an der Urne aber ein Nein.

Wie sieht die Situation jetzt aus? «Wir werden mit dem Verband darüber sprechen», sagt FC-Präsident Chris Stecher auf Anfrage. «Da wir momentan in der 4. Liga spielen, benötigt unser Spielfeld noch nicht die grösseren Masse.» Glück im Unglück? Nur teilweise. Denn, wenn das Fussballfeld nicht drittligakonform ist, dämpft dies den Drang der Mannschaft, aufzusteigen.

Alternativlösungen werden gesucht

Das Vergrösserungsprojekt sah vor, ans Hauptspielfeld ein Wiesen-Rechteck anzufügen. Dazu wäre die Färbergasse verlegt und ein Stück des gegenüberliegenden Landes hinzugekauft worden. «Mit dem Wegfall der Unterstützung der Landbesitzer können wir aktuell die Vorgaben des Fussballverbandes bezüglich der drittligatauglichen Spielfeldgrösse nicht erfüllen», schreibt der Präsident. Wie also weiter? Momentan prüfe der Gemeinderat Alternativlösungen. «Ziel muss es nach wie vor sein, dass der FC Muhen ein Hauptspielfeld in der richtigen Grösse erhält», schreibt Chris Stecher im Jahresbericht. So oder so wird es aber zu einer Verzögerung kommen.

Wenigstens Kreditantrag für die Sanierung?

«Es wird ein Traktandum ‹Fussballplatz› an der Wintergmeind geben», sagt Ammann Andreas Urech. Derzeit werde geprüft, was dieses alles beinhalte. Auch wenn die Vergrösserung derzeit nicht möglich ist – so kann zumindest über eine Sanierung abgestimmt werden.

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