Muhen
Neues Bauland soll neue Einwohner anlocken

Es geht um viel Geld an der Gemeindeversammlung in Muhen. Über drei Kredite müssen die Müheler befinden – einer ist ein alter Bekannter: Die Erschliessung des Baugebiet Gibel und als separates Traktandum der Bau des Hirziweges West.

Aline Wüst
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Muhen will neue Baugebiete erschliessen

Muhen will neue Baugebiete erschliessen

AZ

Letztes Jahr wurde die Erschliessung bachab geschickt. «Wahrscheinlich war den Stimmbürgern die Erschliessung von Gibel und Hirziweg einfach zu viel auf einmal», mutmasst der Gemeindeschreiber Alfred Müller.

Nun sind die Traktanden Gibel und Hirziweg einzeln ausgewiesen. Zudem ist das Projekt redimensioniert worden. Statt des gesamten Hirziwegs wird an der Gemeindeversammlung nur über den Bau der Strasse Hirziweg-West abgestimmt. Das mache Sinn, weil bei der Erschliessung des Gibels sowieso Werkleitungen durch das Gebiet Hirziweg gelegt werden, erklärt Müller.

Die Erschliessung des Giebels kostet 3,97 Millionen Franken, die des Hirziweg West 918 000 Franken. «Das Land gehört zum schönsten Bauland Muhens», sagt der Gemeindeschreiber. Daher könnten bei einem positiven Entscheid an der Gmeind mit dem Bauland vielleicht sogar gute Steuerzahler angelockt werden. Die Gemeinde hat eine Million in den Kauf des Baulands investiert. Wenn das Land erschlossen und wieder verkauft ist, werde mehr als die geplanten fünf Millionen Franken für die Erschliessung in die Gemeindekassen gespült werden, ist Müller überzeugt.

Steuerfuss bleibt 115 Prozent

Neben den Erschliessungen werden die Müheler über einen Kredit von 580 000 für die Erneuerung der Wasserleitung und den Ausbau des Elektrizitätswerkes im Stöcklimattweg sowie eine teilweise Erneuerung des Strassenbelags befinden. Das letzte Traktandum ist die Einbürgerung von Raizme Dermaku.

Der Gemeindesteuerfuss bleibt unverändert bei 115 Prozent. Damit der Steuerfuss nicht erhöht werden musste, nahm der Gemeinderat bei allen Dienststellen Kürzungen und Korrekturen vor. Denn der erste Voranschlag wies einen Aufwandüberschuss von einer Viertelmillion aus. Negativ aufs Gemeindebudget wirken sich die Mehrkosten für Pflegefinanzierung und die Beiträge an die Spitäler aus.

Die laufende Rechnung wird voraussichtlich mit einem Ertragsüberschuss von 17 000 abgeschlossen.

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