Strengelbach

Norovirus legt Seniorenzentrum Hardmatt lahm

Ausnahmezustand im Seniorenzentrum Hardmatt: Wegen des Norovirus gelten seit dem 20. Februar strikte Hygienemassnahmen für die Mitarbeiter.

Ausnahmezustand im Seniorenzentrum Hardmatt: Wegen des Norovirus gelten seit dem 20. Februar strikte Hygienemassnahmen für die Mitarbeiter.

14 Personen litten im Altersheim Hardmatt in Strengelbach unter Magen-Darm-Grippe. Bis alle Räume im Haus dekontaminiert sind, bleibt es für die

Es begann mit einem heftigen Brechdurchfall: Am 20. Februar erkrankte ein Pensionär des Seniorenzentrums Hardmatt an einem Magen-Darm-Infekt. Die Untersuchung im Labor des Kantonsspitals Aarau bestätigte: Es handelt sich um das hochansteckende Norovirus, das für ältere Menschen besonders gefährlich werden kann. Trotz sofortiger Isolation erkrankten daran gegen 14 Pensionäre und vereinzelt auch Mitarbeitende.

«Wir haben das Seniorenzentrum nach den ersten Anzeichen des Virus umgehend für alle Besucher geschlossen und alle geplanten Veranstaltungen abgesagt, um eine weitere Verbreitung zu verhindern», sagt Geschäftsführer Roger Müller. Er informierte neben den Mitarbeitern und Bewohnern auch die Angehörigen, die umliegenden Pflegeheime und das Spital Zofingen. Das Pflegepersonal wurde angewiesen, die Zimmer der Erkrankten mit Schutzkleidung und desinfizierten Händen und Schuhen zu betreten. Das Essen wurde mit Einweggeschirr- und Besteck serviert. «Dank den strikten Hygiene- und den sofort getroffenen Sicherheitsmassnahmen konnte eine weitere Ansteckungsgefahr verhindert werden», sagt Roger Müller. «Seit dem letzten Donnerstag gibt es keine neuen Fälle mehr. Den Erkrankten geht es inzwischen etwas besser.»

Gründliche Reinigung

Aufgehoben ist die Quarantäne aber noch nicht: Gestern startete das Seniorenzentrum mit der Dekontamination aller Räume. Dabei kommt ein Desinfektionsreiniger zum Einsatz, der normalerweise in Spitälern, Arztpraxen oder von Rettungsorganisationen verwendet wird. Anschliessend werden alle Zimmer nochmals gründlich von Hand geputzt. Die Bewohner müssen ihre Zimmer vorher über eine Schleuse verlassen, wo sie auch ihre Kleidung wechseln müssen. Die getragenen Kleider kommen in einen Wäschesack, der dann zum Transport nochmals sicher verpackt wird. «Wir hoffen, dass wir die Dekontaminierung bis Ende Woche abschliessen und dann wieder zum normalen Betrieb übergehen können», sagt Roger Müller.

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