Bezirk Kulm

Regierung antwortet auf Anliegen der Gemeindeammänner: Repol soll ihr Können betreffend Autoposern zeigen

Regierungsrat Urs Hofmann antwortet auf den Brief der Gemeindeammänner des Bezirks Kulm.

Lärmbelästigung Auspuffe, die laut knallen und damit die Passanten auf den Trottoirs erschrecken – oder die Leute um den Schlaf bringen. Gegen die Lärmbelästigung durch Besitzer von Autos dieser illegal eingebauten Knalleffekte soll effizienter vorgegangen werden. Das forderten die Gemeindeammänner des Bezirks Kulm Ende September in einem Brief an Regierungsrat Urs Hofmann. In letzter Zeit würden sich Reklamationen unzufriedener Einwohner häufen. Man wisse doch, welche Strecken sie vorzugsweise befahren (etwa die kurze 80er-Strecke zwischen Leimbach und Reinach).

Die Anliegen der Ammänner stimmten mit den Zielen der Kantonspolizei überein, schreibt Urs Hofmann nun in seiner Antwort, im Rahmen der Möglichkeiten würde im Bezirk Kulm verstärkt gegen Autoposer vorgegangen. Die Kapo habe bei ihrer letzten Schwerpunktaktion Mitte September mehrere Autoposer in flagranti angehalten und verzeigt.

Der Regierungsrat erinnert im Brief auch an das im März eingeweihte Kompetenzzentrum der Abteilung Mobile Polizei in Schafisheim, das sich um das Problem Autoposer kümmert. Er appelliert aber auch an die Verantwortung der Gemeinden, da das Phänomen hauptsächlich Gemeindegebiet betreffe: Alle Regionalpolizeien des Bezirks Kulm hätten im Sommer 2020 ein Ausbildungsangebot zum Thema Autoposer angenommen und sollten befähigt sein, «in eigener Initiative und Kompetenz gezielte Aktionen durchzuführen». Eine nachhaltige Lösung sieht Hofmann jedoch nur, wenn der Gesetzgeber eine bessere Basis bereitet. Es gäbe «ungenügende Sanktionsmöglichkeiten, absurde Zulassungsvorschriften punkto Emissionsverfahren sowie praxisfremde Bestimmungen bei Lärmmessungen». (fdu)

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