Abstimmung

Schöftler stimmen allen elf kommunalen Vorlagen zu – kleines Grummeln einzig bei der «Hegmatte»

Das Hegmatte-Gebiet am Rand vom Schöftland.

Das Hegmatte-Gebiet am Rand vom Schöftland.

Die Schöftler Stimmbürger machten am Wochenende reinen Tisch: Weil keine Gemeindeversammlung durchgeführt werden konnte, fanden Urnenabstimmungen zu elf kommunalen Vorlagen statt. Sechs Mal ging es um Kreditabrechnungen.

Die Stimmbeteiligung war in Schöftland mit knapp 38 Prozent vergleichsweise tief. Am umstrittensten war erwartungsgemäss die Abstimmung über die erste Hegmatt-Initiative. Diese wurde mit 952 zu 221 Stimmen (81,2 zu 18,8 Prozent) angenommen. Auch der Gemeinderat hatte die Ja-Parole herausgegeben – allerdings ohne die Absicht, das Volksbegehren im ursprünglichen Sinn der Initianten umzusetzen. Diese wollten die ganze, 19 Hektaren grosse Wiese vor der Überbauung schützen. Aktuell geplant ist ein Depot der AVA (früher WSB) für das 2,5 Hektaren Fruchtfolgeflächen eingezont werden sollen. Dazu kommt laut kantonalem Vorprüfungsbericht eine Hektare Reservefläche.

Die «Teiländerung Nutzungsplanung Mühleareal/Hegmatte» liegt noch bis am 22. Dezember auf (AZ vom letzten Dienstag). Wenn nichts dazwischen kommt, findet dazu im Frühling eine Gemeindeversammlung statt. Dann geht es um die Wurst. Der Urnengang vom Wochenende war darum faktisch wertlos.

97,6 Prozent Zustimmung zum Budget 2021

Bei den Kreditabrechnungen fällt auf, dass viele Stimmbürger die Kreditüberschreitung um 48,2 Prozent beim Bau des Kleinwasserkraftwerks Obere Mühle nicht goutierte. Die Mehrkosten sind mit ökologischen Begleitmassnahmen begründet worden, die nach Kreditsprechung hinzugekommen sind. Die Kreditabrechung wurde mit 935 zu 172 Stimmen genehmigt. Bei allen anderen Abrechnungen gab es deutlich weniger ablehnende Stimmen.

97,6 Prozent Zustimmung gab es zum Budget 2021 der Einwohnergemeinde, das auf einem unveränderten Steuerfuss von 97 Prozent basiert. Mit 1106 zu 31 Stimmen fast ebenso deutlich wurde die Rechnung 2019 genehmigt, die coronabedingt noch nicht dem Souverän hatte vorgelegt werden können. Ein klarer Fall war auch Kredit von gut 2 Mio. Franken für die Werkleitungssanierung Aarauerstrasse: mit 1016 zu 97 angenommen. (uhg)

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