aargauSüd

Schulpflegepräsidentin: Christina Camadini steuerte den Geburtsprozess der XXL-Kreisschule

Christina Camadini, Präsidentin der Kreisschulpflege.

Christina Camadini, Präsidentin der Kreisschulpflege.

Die Kreisschulpflege-Präsidentin Christina Camadini ist mitverantwortlich für die Ausführung des Grossprojektes Kreisschule aargauSüd. Nach den ersten gut gemeisterten Hürden sucht sie noch immer ein Schulpflegemitglied.

Die Wynen- und Seetaler Oberstufenschülerinnen und -schüler werden sie kaum zu Gesicht bekommen und doch waren und sind sie entscheidend für das XXL-Projekt Kreisschule aargauSüd: Die Mitglieder der Kreisschulpflege, die in den letzten eineinhalb Jahren mit der Zusammenführung der Kreisschulen «Mittleres Wynental» und «Homberg» sowie der Schule Menziken beschäftigt waren (AZ vom 27.7.).

Es galt, einen Gesamtschulleiter und vier Standortleiter zu finden und dafür zu sorgen, dass aus zwei bestehenden Kreisschulen und der Schule Menziken eine Gesamtschule entsteht, die ab dem Schuljahr 2020/21, ab kommendem Montag, operativ starten kann.

Zu Beginn viel Arbeit und wenig Kompetenz

Im ersten Jahr (gewählt wurde die Schulpflege im September 2018) sei die Arbeit anspruchsvoll gewesen, sagt Schulpflegepräsidentin Christina Camadini (33), als sie die AZ beim Bez-Schulhaus Unterkulm trifft. «Zwar musste die Schulpflege schon kurz nach der Wahl Entscheide fällen und Arbeiten delegieren, doch die entsprechende Kompetenz hatten wir im Grunde noch nicht inne.»

Denn administrativ tätig wurde die Kreisschule aargauSüd erst am 1. Januar 2020. Und abzuwickeln gab es für die offiziell noch kompetenzlose Kreisschulpflege schon viel. Etwa die Vernetzung der Schulstandorte mit einem Computersystem oder die Abtrennung der Oberstufe von der Primarschule.

«Die beiden Kreisschulen hatten die Trennung von der Primarschule schon hinter sich, doch die Schule Menziken musste diesen Prozess noch vollziehen.» Über das eingeführte Microsoft-System «Office 365» sei man während der Coronaquarantäne sehr froh gewesen. Eigentlich nur für Lehrpersonen gedacht, konnte für das Homeschooling auch den Schülern ein Konto angelegt werden.

Aber nicht alles war steinig. «Die meisten Schulpflegemitglieder waren bereits vorher in einer Schulpflege. Wir sind gut zusammengewachsen, was schon in mehreren Momenten sehr förderlich war.» SVP-Mitglied Camadini selbst war ab 2014 Mitglied der Kreisschulpflege Mittleres Wynental, bevor sie erste Präsidentin der Schulpflege der neuen Wynen- und Seetaler Kreisschule wurde.

Noch bis September Zeit, ein Mitglied zu finden

Noch fehlt ein Mitglied in der siebenköpfigen Kreisschulpflege. Für Oberkulm/Teufenthal hat sich noch kein Vertreter gefunden, obwohl das Amt immer wieder ausgeschrieben war. Nur noch bis September haben die beiden Gemeinden Zeit, jemanden zu suchen.

«Danach wird das Amt offen für alle Verbandsgemeinden», sagt Camadini. Eine interessierte Person solle sich aber zuerst bei ihr melden, damit über Anforderungen und Zeitinvestitionen gesprochen werden könne. Dieser werde oft unterschätzt: «Seit der Wahl 2018 haben wir alle zwei Wochen eine Sitzung abgehalten.» Eine Zeit lang war auch unklar, wer die Leitung für den Standort Menziken übernimmt. Mittlerweile ist nun klar: Der bisherige Interimsleiter Josue Staub wird Standortleiter.

Klingelt nach den Sommerferien die Glocke zum Schulstart von «aargauSüd», dann muss die Kreisschulpflege dazu beitragen, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu erreichen. Beim Change Management sei wichtig, dass Neues nicht einfach von oben diktiert werde. «Nur zusammen werden wir eine gemeinsame Kultur erarbeiten können, mit der sich alle identifizieren.»

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