Menziken
SP-Grossrat Alfred Merz will Ammann werden

Alfred Merz, Grossrat und Vizeammann, stellt sich als Ammann zur Wahl. Noch ist unklar, ob die SVP das Amt kampflos überlassen wird.

Rahel Plüss
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Alfred Merz, Vizeammann Menziken. rap

Alfred Merz, Vizeammann Menziken. rap

Rahel Plüss

Die Gesamterneuerungswahlen in Menziken versprechen spannend zu werden. Definitiv für das Amt der abtretenden Frau Gemeindeammann Annette Heuberger (parteilos, früher LdU) kandidieren will der aktuelle Vizeammann Alfred Merz (SP). Nachdem der 62-Jährige den Vorstand der Ortspartei geschlossen hinter sich hat, wird die Generalversammlung Anfang Juni seiner Nomination kaum im Weg stehen. Alfred Merz amtet seit 12 Jahren im Menziker Gemeinderat, von Anbeginn als Vizeammann. Seit fünf Jahren sitzt er ausserdem für die Sozialdemokraten im Grossen Rat. «Wenn ich gewählt werde, gehe ich beruflich vorzeitig in Pension, sodass ich voll und ganz für das Amt zur Verfügung stehen kann», sagt Merz, der als Elektromonteur tätig ist. Sein Grossratsmandat würde er aber beibehalten, wie er sagt. «Die Verbindung der beiden Ämter macht Sinn für die Gemeinde.»

SVP verzichtet auf Mehrheit

Die SVP gab gestern bekannt, dass sie an ihrer Wahlstrategie festhalte und bei im Herbst mit den bisherigen Gemeinderäten Hans Heinrich Leuzinger und Andreas Mäder wieder antrete. Der dritte im Bunde, Gemeinderat Ueli Rindlisbacher, stellt sich nicht erneut zur Wahl. Damit hält die Volkspartei ihr Versprechen, längerfristig nicht drei Gemeinderatssitze für sich beanspruchen zu wollen. Nach dem schlechten Wahlresultat des FDP-Kandidaten Ralf Weber hatte die SVP den Freisinnigen bei den Gemeinderatsersatzwahlen Mitte Februar den einzigen Sitz abgejagt.

Noch offen ist, ob die SVP auch mit einer Ammann-Kandidatur ins Rennen steigt. Mit dem Verzicht auf einen Gemeinderat dürfte sie dafür zumindest die Unterstützung der Freisinnigen haben. Der SVP-Gemeinderat Hans Heinrich Leuzinger hatte schon früher Interesse am Ammann-Amt bekundet, sofern es sich mit seinem Beruf vereinbaren lasse. Diese Abklärungen sind noch im Gang, wie es seitens der SVP heisst. Intakte Chancen hätte wohl auch der ehemalige «Homberg»-Wirt Res Mäder, der mit einem Glanzresultat in den Gemeinderat gewählt wurde.

FDP plant Gemeinderats-Comeback

Ziel der FDP ist es, den verlorenen Sitz wieder für sich zu gewinnen. Mit wem die Freisinnigen im Herbst in den Ring steigen wollen, ist aber noch offen. «Die Strategie ist noch nicht festgeschrieben», sagt Ortsparteipräsident Paul Schalch auf Anfrage. Eine Nomination gebe es noch keine. Ob Ralf Weber noch einmal portiert werde, müsse die Versammlung entscheiden. Da wolle er nicht vorgreifen. Diese werde demnächst tagen.

SP, SVP und FDP haben ihre Positionen mehr oder weniger bezogen. Durchaus denkbar ist, dass es auch noch weitere, parteilose Kandidaten geben wird.

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