Reinach-Leimbach

Spitex-Auflösung mit 54 zu 2 Stimmen beschlossen – nun übernimmt das Altersheim Sonnenberg

Therese Gautschi übergibt an Markus Bitterli (l.), Präsident des neuen Gönnervereins und Maxruedi Schlör, Präsident Sonnenberg.

Therese Gautschi übergibt an Markus Bitterli (l.), Präsident des neuen Gönnervereins und Maxruedi Schlör, Präsident Sonnenberg.

In Reinach und Leimbach wurde die Auflösung der Spitex beschlossen. Der hohe Kostendruck zwang sie zu der Entscheidung. Das operative Geschäft leitet künftig das Altersheim Sonnenberg.

Das Reinacher Altersheim Sonnenberg erhält auf 2021 eine Abteilung Spitex, die «Spitex Sonnenberg». Der bisherige Spitexverein Reinach-Leimbach löst sich Ende 2020 auf. Diesen Entscheid fällte die Generalversammlung im Reinacher Saalbau mit 54 zu 2 Stimmen. «Ich bin erleichtert. Dieser Weg hat nur Vorteile», kommentierte die abtretende Präsidentin Therese Gautschi.

Im Anschluss an die Spitex-Vereinsauflösung erfolgte die Gründung eines Spitex-Gönnervereins unter dem Präsidium von Markus Bitterli. Die neue Spitex-Organisation steht unter der Aufsicht des Stiftungsrates Sonnenberg mit Präsident Maxruedi Schlör. Schon seit diesem Jahr hat Miriam Lo Conte die Spitex-Geschäftsführung in einem Teilpensum übernommen. Sie ist gleichzeitig Leiterin des Alters- und Pflegeheims Sonnenberg.

Gemeinde zahlt dieses Jahr neu 49 Franken pro Bürger

Der Jahresbericht 2019 der Spitex Reinach-Leimbach zeigte auf, dass die Anforderungen und der Kostendruck weiter steigen. Präsidentin Gautschi nannte die «Komplexität der pflegerischen Leistungen» und den wachsenden Zeitbedarf. Deshalb erhöhten die Gemeinden Reinach und Leimbach den Jahresbeitrag für das aktuelle Jahr von 45 auf 49 Franken pro Einwohner.

«Wir stossen bei der Qualität, Wirtschaftlichkeit und Infrastruktur an Grenzen», lautete Gautschis Erklärung für die Neustrukturierung der Spitex Reinach-Leimbach. Mit dem Anschluss an das Altersheim Sonnenberg können Synergien sowohl im Pflege- wie auch im administrativen Bereich genützt werden. Schon bisher bestand eine Zusammenarbeit. «Die bisherigen Spitex-Leistungen bleiben erhalten und sollen sogar ausgebaut werden. Dazu verbessert sich die Qualität», strich Gautschi die Vorteile heraus.

Anschluss von weiteren Gemeinden erwünscht

Die Abstimmung fiel mit 54:2 Ja-Stimmen deutlich aus. Heiner Pfaff hatte vergeblich argumentiert, dass dies der falsche Weg sei, weil umliegende Gemeinden fehlten. Andreas Huber und Ursula Rüesch sprachen von einer idealen Lösung. Huber erklärte, der politische Wille sei noch nicht da für eine regionale Lösung. Rüesch lobte die finanziellen Vorteile. Das Zusammengehen mit anderen Spitex-Organisationen sei steinig. «Aber die erwähnten Gemeinden können sich auch künftig anschliessen.» Maxruedi Schlör und Theres Gautschi formulierten dies sogar als Wunsch. Fortsetzung folgt.

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