Reinach

«Tote Büsi fast wöchentlich»: Karin Bertschi rüstet Kadaversammelstelle auf – andere waren schneller

Karin Bertschi kann Katzen-Besitzern in der Umgebung Reinach sagen, ob ihr Tier in der Kadaver-Sammelstelle abgegeben wurde. (Archiv)

Karin Bertschi kann Katzen-Besitzern in der Umgebung Reinach sagen, ob ihr Tier in der Kadaver-Sammelstelle abgegeben wurde. (Archiv)

Die Sammelstelle von Recycling-Unternehmerin Karin Bertschi in Reinach ist neu mit einem Chip-Lesegerät ausgestattet. Damit können tote Haustiere identifiziert und dem Besitzer zugeordnet werden.

"In unserer Kadaversammelstelle in Reinach werden fast wöchentlich tote Büsi abgegeben, die irgendwo überfahren worden sind", sagt die Aargauer Recycling-Unternehmerin Karin Bertschi (28) zum "Blick". Meist sind es Mitarbeiter des örtlichen Bauamts, die die Kadaver ins Recycling-Paradies bringen. Deshalb bleibt jeweils ungewiss, wer der Besitzer oder die Besitzerin des toten Tiers ist.

Das wird sich nun ändern: Die Sammelstelle in Reinach erhält ein Chip-Lesegerät. Die Gemeinde Reinach stellt es Bertschi zur Verfügung. Das Gerät holt den Code vom Mikrochip, den heute manche Katzen anstelle eines Halsbands unter der Haut tragen. Den Code sendet es an das Bauamt Reinach, welches auf die nationale Datenbank Zugriff hat, in der Katzenhalter ihr Tier registrieren können.

«Ein Büsi gehört oft zur Familie. Ich bin sehr froh darüber, dass wir – auch wenn die Botschaft keine schöne ist – einen Teil zur Verarbeitung des Verlusts des Tieres beisteuern können», sagt SVP-Grossrätin Bertschi, die selbst eine Katze hält.

Lesegerät weit verbreitet

Bertschis Kadaversammelstelle ist nicht die erste mit einem Chip-Lesegerät. Wie eine Umfrage der AZ zeigt, verfügen viele Sammelstellen bereits über die Technologie. Das Fricker Bauamt mit der dortigen regionalen Kadaversammelstelle etwa hat seit fast zehn Jahren ein Lesegerät.

Der Chip verspricht allerdings keine absolute Sicherheit, die Tierbesitzer zu finden: Wird ein Büsi auf der Strasse übel zugerichtet, kann er leicht verloren gehen. (mwa)

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