Wie die Wasserversorgung sicherzustellen ist, wenn aufgrund ausbleibender Niederschläge die Grundwasserpegel auf einen Tiefpunkt sinken, gehört zu überlebenswichtigen Notfallmassnahmen für Mensch und Tier.

Zu geringe Niederschläge führten im vergangenen Jahr zu einer drastischen Grundwasserabsenkung. Der Wasserstand erholte sich auch in der kalten Jahreszeit kaum. Stattdessen sinken die Grundwasserstände bedenklich weiter ab.

Wassersparmassnahmen liegen in der Verantwortung der einzelnen Gemeinden. Sie entscheiden über Einschränkungen des Wasserverbrauchs: Rasensprengen, Autowaschen oder Auffüllen des Schwimmbeckens im Garten in Trockenperioden könnten unter ein Verbot fallen – bei Zuwiderhandlung drohen Bussen.

Massgeblich sind den Brunnenmeistern Höhenangaben der Referenzpunkte in der Grundwasserfassung, des Grundwasserspiegels oder des Filterbrunnens sowie über das Reagieren eingesetzter Pumpen bekannt. Das regionale Wasserversorgungskonzept für das Suhrental aus dem Jahr 2017 empfiehlt, den Wasserspiegel auf nicht weniger als ein bis zwei Meter über dem Filterrohr absinken zu lassen. Ob mit Einschränkungen zu rechnen ist, wird sich vielleicht schon in wenigen Wochen zeigen.

6 Millionen Kubikmeter Wasser

An der 28. Abgeordnetenversammlung in Buchs wurden von den 20 anwesenden der insgesamt 30 Abgeordneten Jahresrechnung und Rechenschaftsbericht 2018 sowie das Budget 2020 einstimmig verabschiedet. Als Reserve zukünftiger Projekte wurden die geplanten Ausgaben für Ingenieurleistungen auf 10'000 Franken angehoben. 2018 belief sich der Grundwasserbezug der Suhrentaler Gemeinden auf rund 6 Millionen Kubikmeter. Diverse Bezüger nutzten weitere 500'000. Inklusive privater und kommerzieller Bezüger wurden total 6,6 Kubikmeter Grundwasser genutzt. Das Jahresprogramm sieht neue Mitglieder privater Nutzer im Verband vor. Auch an der Mitwirkung zur Erstellung des hydrologischen Jahrbuchs wird regelmässig gearbeitet. Dieses gibt einen Überblick über das hydrologische Geschehen im Einzugsgebiet des Suhrentals und auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Grundwasserstände sowie Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und des Grundwassers auf.

Nach 17 Jahren im Vorstand wurde Erich Wyss von der Eniwa AG Aarau verabschiedet. Das erste Konzept über die Wasserversorgungssicherheit ging auf ihn zurück. Auch bei der Gestaltung des hydrologischen Jahrbuchs wirkte er massgeblich mit. Es folgt Eniwa-Kollege Mario Ptak, der mit Applaus in den Vorstand aufgenommen wurde.