Reinach

Wenn der Druck an der Schule zu gross wird

Ein Präventionsanlass soll Reinacher Schülern und Eltern helfen, mit dem vielen Schulstoff klar zu kommen (Symbolbild).

Ein Präventionsanlass soll Reinacher Schülern und Eltern helfen, mit dem vielen Schulstoff klar zu kommen (Symbolbild).

Viele Schüler sind mit der Fülle an Schulstoff offenbar überfordert. Dies zeigt der Präventionsanlass «Lernlust statt Lernfrust», der auf grosses Interesse stösst: Über 300 Personen haben sich angemeldet.

Der Druck in der Schule wird immer grösser. Vier Prüfungen in einer Woche sind keine Seltenheit. Nebenbei müssen die Schüler auch noch die Hausaufgaben lösen. Manche wissen bei diesem Berg an Schulstoff gar nicht, wo sie überhaupt anfangen sollen.

Das ist auch der Reinacher Präventionskommission bewusst. Deshalb organisierte sie den Anlass «Lernlust statt Lernfrust», der am Donnerstag stattfindet.

«Die Schüler sind einer Flut an Informationen ausgesetzt. Das überfordert», sagt Gemeinderat Thomas Brem, der die 12-köpfige Kommission leitet. Dies belastet aber nicht nur die Schüler, sondern auch die Eltern: «Oft wissen sie nicht, wie sie ihre Kinder unterstützen können», sagt Brem.

So helfe es beispielsweise nicht, wenn Mutter oder Vater die Hausaufgaben des Kindes lösen würden. Deshalb beschloss die Kommission zu Beginn des Jahres, den diesjährigen Präventionsanlass dem Lernen und den Hausaufgaben zu widmen.

Und diese Themen interessieren offenbar: Über 300 Personen haben sich angemeldet. Deutlich mehr als erwartet. Deshalb musste der Anlass von der Aula im Breiteschulhaus in den Saalbau verschoben werden.

Im zweieinhalbstündigen, kostenlosen Workshop gibt Lerncoach Katrin Piazza nützliche Tipps, wie die Schüler den Berg an Lernstoff bewältigen und wie Eltern ihre Kinder zum Lernen motivieren können. «Dabei werden auch die Eltern und Schüler mit ihren persönlichen Erfahrungen miteinbezogen», sagt Brem.

Früheres Thema: häusliche Gewalt

Die Präventionsanlässe in früheren Jahren widmeten sich Themen wie häusliche Gewalt oder dem richtigen Umgang mit dem Computer und dem Internet. «Das Ziel der Kommission ist es, den Eltern und Schülern nützliche Tipps in verschiedenen Bereichen zu vermitteln», sagt Brem.

«Denn durch Prävention kann man oft mehr erreichen als durch Verbote.» Und je früher man die Kinder auf verschiedene Themen sensibilisieren könne, desto besser.

Die Präventionskommission gehört zum Projekt «Reinach handelt», das 1999 gegründet wurde. Das Projekt hat das Ziel, das Leben in der Gemeinde Reinach und Umgebung lebenswerter zu gestalten. Dazu gehört auch die Jugendkommission, das Netzwerk Integration und die Kommission «Lebenswertes Reinach».

Neben Reinach kennen auch andere Gemeinden eine Präventionskommission. So haben 2006 Oberkulm, Unterkulm und Teufenthal zusammen eine Kommission gegründet, die sich präventiv mit Suchtproblemen auseinandersetzt. Sie wollen so einen dauerhaften Beitrag leisten, um Suchtverhalten zu verhindern.

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