Menziken/Aarau

Wohin sind Sie unterwegs?: «Ich war ein Jahr in England»

Lucy Kettenring, 17, Schülerin an der Neuen Kanti Aarau, Menziken.

Lucy Kettenring, 17, Schülerin an der Neuen Kanti Aarau, Menziken.

Lucy Kettenring ist auf dem Heimweg. Sie hat schon mit 15 Jahren einen Sprachaufenthalt organisiert.

«Ich bin gerade auf dem Heimweg von der Schule. Das letzte Stück werde ich mit dem Töffli zurücklegen. Ich gehe in Aarau in die Neue Kantonsschule Aarau und wohne hier in Menziken. Ich bin in der zweiten Klasse. Im Moment ist es gerade etwas streng, wir haben viele Prüfungen. Ab der dritten Klasse werde ich den Schwerpunkt Biochemie belegen, später will ich mich in Richtung Medizin weiter entwickeln.

In der zweiten Klasse bin ich, weil ich nach einem Sprachaustausch gerade ein Jahr wiederholt habe, um den Anschluss zu behalten. Ich war in Worcester, keine Autostunde südlich von Birmingham. Das war schon mega schön, ich habe viele Leute kennen gelernt. Den Auslandaufenthalt habe ich mit 15 Jahren geplant und mich damals aus zwei Gründen für Grossbritannien entschieden: Erstens wollte ich als damals 15-Jährige nicht gleich in die USA, das schien mir zu weit weg. Ich wollte doch ein wenig in der Nähe bleiben. Und zweitens ging es mir um den Akzent, die Sprache: Viele Kollegen haben mir nach ihrem Auslandaufenthalt in den USA erzählt, dass sie zurück in der Kanti Schwierigkeiten hatten, weil wir hier britisches Englisch lernen. Dieses Risiko wollte ich meiden und dahin gehen, wo die Sprache so gesprochen wird, wie wir sie lernen. Das hat es schon mega gebracht für die Schule. Ich bin normalerweise nicht so gut mit Sprachen, meine Stärken liegen eher in der Mathematik oder in Chemie. Dank dem Auslandaufenthalt habe ich jetzt auch das Gefühl für die Sprache. Zumindest für Englisch, im Französisch-Unterricht merkt man leider nichts von meinen neuen Fremdsprache-Kenntnissen.

Wenn ich im Zug nach Aarau sitze, höre ich gerne Musik, lerne, telefoniere oder schlafe – vor allem schlafe ich viel! Ich spiele Gitarre und Ukulele, denn nach der Schule gehen wir gerne noch an die Aare oder ein anderes schönes Plätzchen und spielen zusammen. Dafür ist die Ukulele natürlich praktisch. In meiner übrigen Freizeit gehe ich joggen, lese und höre Musik – gerne Akustisches und ganz viel Verschiedenes. Die Stilrichtung ist nicht so wichtig, es gibt so vieles, das mir gefällt.»

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