Moosleerau

Zigarette auf den Boden geschnippt: Bewohner wegen Hausbrand schuldig gesprochen

Der Bewohner soll die Zigaretten nicht immer fachgerecht entsorgt haben. (Symbolbild)

Der Bewohner soll die Zigaretten nicht immer fachgerecht entsorgt haben. (Symbolbild)

Ein Hausbrand wurde offenbar durch unachtsam weggeworfene Zigaretten verursacht. Das Bezirksgericht glaubt nicht an einen technischen Defekt und verurteilte den damaligen Bewohner.

Rund 200'000 Franken Sachschaden entstanden Mitte April 2019, als die oberen Stockwerke eines Bauernhauses brannten. Auslöser: Zigaretten des damaligen Bewohners. Diese wurden laut Anklageschrift nicht immer fachgerecht – in einem nichtbrennbaren und geschlossenen Behälter auf einer nichtbrennbaren Unterlage – entsorgt. Vielmehr soll sie der Mann einfach auf den Boden geschnippt und liegen gelassen haben.

Entsprechend lautete die Anklage: fahrlässiges Verursachen einer Feuersbrunst. Der Beschuldigte war in erster Instanz von der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm zu einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen von je 70 Franken, insgesamt also 8400 Franken, verurteilt worden. Zudem erhielt er eine Busse von 100 Franken, da er am Morgen des Brandes Marihuana konsumiert hatte. Dagegen wehrte sich der Sozialhilfebezüger (45) am Montag vor dem Bezirksgericht Zofingen. Er äusserte entgegen den Erkenntnissen des Kriminaltechnischen Diensts die Vermutung, ein defektes Kabel oder Steckdose habe den Brand verursacht. Das Gericht glaubte ihm nicht und sprach ihn schuldig, wandelte die unbedingte Geldstrafe aber in eine bedingte ab und reduzierte die Tagessatzhöhe auf 30 Franken. (rwy)

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