Rietheim/Rümikon

Abfallsünder nutzen Lockdown für illegale Entsorgung – einer hinterlässt eine halbe Tonne Werbematerial

Böse Überraschung für die Mitarbeiter des kantonalen Werkhofs; Kreis IV: Ende März haben sie an Parkplätzen an der Kantonsstrasse in Rietheim und Rümikon zweimal eine veritable Sauerei vorgefunden. Ein Abfallgrüsel hatte hier offenbar insgesamt eine halbe Tonne Werbematerial entsorgt. "Wir haben eine Anzeige gemacht", sagt Strassenmeister Patrick Huwiler der AZ. 

Die Coronakrise spüren er und seine Mitarbeiter. "Es wird zurzeit mehr illegal entsorgt", sagt er. "Man merkt es, dass gewisse Leute mehr Zeit haben, um zu Hause den Keller auszumisten."

Huwiler und seine Mitarbeiter leeren zweimal wöchentlich 13 Abfalleimer in ihrem Gebiet zwischen Kaiserstuhl und Laufenburg. Jeder Abfallcontainer hat ein Fassungsvolumen von 240 Litern. Diese wurden erst letztes Jahr neu gesetzt. Sie ersetzten 110-Liter-Kübel.

"In der Zwischenzeit sind die neuen Eimer auch schon wieder dauernd voll", führt Huwiler aus. Besonders auffällig sind die vollen Kübel rund um Zügeltermine oder während Feiertagen. Die Abfallsünder entledigen sich allmöglicher Gegenstände. Dazu gehören auch Bettgestelle, Bücher oder Seniorenwindeln. (pz)

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