Bewilligungsverfahren

Axpo will Stromleitung am Klingnauer Stausee in den Boden verlegen

Der Klingnauer Stause.

Der Klingnauer Stause.

Der Energiekonzern Axpo will einen Teil der Stromleitung im unteren Aaretal im Kanton Aargau in den Boden verlegen. Gleichzeitig soll die Leitungsspannung von 50 auf 110 Kilovolt (kV) erhöht werden. Axpo leitete das Bewilligungsverfahren ein.

Ab dem Aareufer bei Beznau bis zum Unterwerk Klingnau soll die bestehende Freileitung abgerissen und neu auf einer Strecke von 4,7 Kilometern verkabelt werden, wie die Axpo am Montag mitteilte.

Zusätzlich plant der Energiekonzern, zwischen dem Kraftwerk Klingnau und der Anhöhe Hard/Härdli die Freileitung durch eine 1,8 km lange Kabelleitung zu ersetzen.

Die Erdverkabelung steht im Zusammenhang mit der Spannungserhöhung der Stromleitungen auf 110 kV. Dazu reichte Axpo beim Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI) Plangenehmigungsgesuche ein. Eine höhere Spannung verringert gemäss Axpo die Übertragungsverluste um bis zu 75 Prozent.

Naherholungsgebiet

Die teilweise Erdverkabelung sei im Austausch mit den Behörden und Interessengruppen wie Natur-, Gewässer- und Vogelschutz als beste Lösung eruiert worden, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Dabei sei dem Aspekt besondere Beachtung geschenkt worden, dass die Aarelandschaft bei Klingnau zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) gehöre.

Die Bauarbeiten sollen nach Genehmigung durch das ESTI und nach öffentlicher Auflage frühestens 2021 beginnen. Die verkabelten Freileitungsabschnitte werden gemäss Axpo abgerissen, sobald sämtliche Spannungsumstellungsprojekte in der Region abgeschlossen sind.

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