Vor genau einem Jahr war Baden die grösste Festhütte der Schweiz. Während zehn Tagen vergnügten sich über eine Million Besucher an der Badenfahrt. Und mittendrin, beim Schlossbergplatz, stand das viel beachtete «Baumhuus» aus dem Zurzibiet. Als Vorbild der zehn Meter hohen Rondelle diente das weltbekannte Guggenheim-Museum in New York. Der Hintergrund: Der Bau stellte eine Verbindung zu einer Zurzibieter Familie her. Die amerikanische Guggenheim-Dynastie hat ihre jüdischen Wurzeln in Lengnau.

Seither suchte man innerhalb des Gemeindeverbands Zurzibiet Regio nach einer Lösung, wie das Gebäude, oder Teile davon, weiter genutzt werden könnte. «Es gab verschiedene Interessenten», sagt Lengnaus Ammann und OK-Präsident des «Baumhuus», Franz Bertschi. Die Gespräche führten allesamt zu keiner Einigung. Entweder scheiterte es an den finanziellen Vorstellungen oder an den nötigen Bewilligungen, die für das Errichten des Baus nötig sind.

Diese Woche hat sich doch noch ein Abnehmer gefunden. Die Firma Lehmann Holzbau AG aus Schneisingen, bei der das «Baumhuus» nach dem Fest bereits eingelagert war, übernimmt die Holzkonstruktion. Über den Kaufpreis machen sowohl Geschäftsinhaber Josef Lehmann wie auch das OK keine Angaben. Franz Bertschi hält fest, dass sich der Verkauf nicht auf die Schlussrechnung auswirkt. «Der Betrag war schon einkalkuliert.» Was auch bedeutet, dass die Defizitgarantie von 100'000, welche die Gemeinden übernahmen, bestehen bleibt.

Politiker standen im «Baumhuus» im Einsatz:

Offen ist, wie es mit dem «Baumhuus» weitergeht. Josef Lehmann erklärt, dass es noch keine entsprechenden Pläne gibt. «Wir werden uns Gedanken machen.» Denkbar sei, dass es auch entsorgt wird. Ihm sei es darum gegangen, dass ein Schlussstrich unter das Fest gezogen werden könne.

Hoffen auf nachhaltigen Effekt

Der offizielle Abschluss fand diesen Donnerstag anlässlich des Helferessens im Kurpark in Bad Zurzach statt. Über 300 Helfer waren der Einladung gefolgt. Felix Binder, der Präsident von Zurzibiet Regio, lobte den grossen Einsatz, der gute Erinnerungen an das Zurzibiet ausgelöst habe.

Im Gemeindeverband hofft man, dass sich der Auftritt in Baden nachhaltig auswirkt, wie er in einer Mitteilung erwähnt. Das Zurzibiet habe sich im Wettbewerb der Regionen dynamisch, naturnah und sympathisch präsentieren können. Die Marke Zurzibiet habe mit der Präsenz an der Badenfahrt an Gewicht gewonnen. Nötig seien nun weitere Massnahmen, um sie noch weiter zu verankern.

Die besten Bilder der Badenfahrt: