Würenlingen

Beim Spatenstich verraten: So heisst das neue Schulhaus

Schulkinder haben am Ideenwettbewerb einen Namen gesucht und gefunden. Beim Spatenstich legten sie, vor den Augen von Gemeindeammann André Zoppi (3. v. r.) für das Schulhaus Tannenweg selbst Hand an.

Schulkinder haben am Ideenwettbewerb einen Namen gesucht und gefunden. Beim Spatenstich legten sie, vor den Augen von Gemeindeammann André Zoppi (3. v. r.) für das Schulhaus Tannenweg selbst Hand an.

In zwei Jahren soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. Für dessen Namen gab es zahlreiche kreative Vorschläge der Kinder. Beim Spatenstich wurde das Schulhaus nun getauft.

Schwarzenstein, Einstein, School of Arts. An kreativen Vorschlägen für die Namensgebung des neuen Schulhauses in Würenlingen mangelte es nicht. Fast 200 Kinder beteiligten sich am Ideenwettbewerb. Das Rennen machte schliesslich Tannenweg. Die zuständige Jury bewertete den Namen als zeitloseste Variante. In rund zwei Jahren soll der Komplex mit der zugehörigen Zweifachturnhalle, gleich hinter dem bestehenden Schulhaus Weissenstein, fertiggestellt sein.

Am Montag fand nun der Spatenstich für das Projekt statt, das rund 23 Millionen Franken verschlingen wird. Das Stimmvolk gab dem Vorhaben letzten Sommer an der Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit grünes Licht. Entsprechend erfreut zeigte sich Würenlingens Ammann André Zoppi über die hohe Zustimmung. Das Ja zum Bau habe unter Beweis gestellt, dass die Schule vom Dorf breit getragen werde.

Rasantes Wachstum

Dass Würenlingen Platz für neuen Schulraum benötigt, ist seit längerem unbestritten. Die Gemeinde wächst rasant. Vor zehn Jahren lebten noch knapp 3800 Personen im Ort, heute sind es bereits 4700. Bis in einem Jahrzehnt soll Würenlingen 5000 Menschen Lebensraum bieten. «Erfreulicherweise ziehen viel Familien hierher», sagt Zoppi, was vieles über die Lebensqualität in der Gemeinde aussage. Als Folge davon steigert sich aber der Bedarf an Schulraum. Bis zum Schuljahr 2022/23 wird ein Anstieg der Schülerzahlen von heute knapp 500 auf 600 erwartet. «Mit dem Neubau trägen wir dieser Entwicklung nun Rechnung», so André Zoppi weiter.

Die Zahl von heute 27 Abteilungen wird auf 31 ansteigen. Das Schulhaus Tannenweg deckt diese Bedürfnisse nun ab. Im Erdgeschoss finden neben den beiden Kindergartenabteilungen, Räume für die Lehrpersonen, die Schulverwaltung und die Schulsozialarbeit sowie ein Konferenzraum und eine Aula Platz. Im Obergeschoss sind Werkräume und Fachzimmer und dazwischen die vier Klassenzimmer vorgesehen.

Der Bau entsteht unter der Federführung des Architekturbüros Ernst Niklaus Fausch, das sich im Projektwettbewerb gegen sieben Konkurrenten durchgesetzt hatte. Das Unternehmen ist auf architektonische und städtebauliche Projekte im In- und Ausland spezialisiert. Dazu zählt auch der Entwurf von Schulhäusern. Die Firma hat sich in der Region schon verschiedentlich einen Namen als Sieger mehrerer Projekte gemacht. So tragen Schulhäuser in Wettingen, Turgi oder Gebenstorf deren Handschrift.

Wehmütiger Rückblick

Den Zuschlag für die Bauherrschaft erhielt die Firma Birchmeier aus Döttingen. Sie wird von der A. Meier AG aus Würenlingen unterstützt. Bei Markus Birchmeier, unter anderem Präsident des Wirtschaftsforums Zurzibiet und ehemaliger Spitzenschwinger, schwingte beim Spatenstich neben wirtschaftlichen Interessen auch ein wenig Wehmut mit: Auf der Wiese, auf dem das neue Schulhaus Tannenweg entsteht, fand vor drei Jahren das Kantonale Verbandsfest statt, dessen Präsident er ist.

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