Der «Flügerlispielplatz» am Waldrand oberhalb von Endingen darf weiterbetrieben werden. Gegen die Baubewilligung sind innerhalb der gesetzlichen Frist keine Einsprachen eingegangen. Somit kann mit den notwendigen Rückbauarbeiten begonnen werden. Diese sollen noch in diesem Jahr erfolgen. «Damit die Spielplatz im neuen Jahr bereit steht und in neuem Glanz erstrahlen kann», zeigt sich Ammann Ralf Werder erfreut. 

Mit dem rechtskräftigen Entscheid kann nun ein Schlussstrich unter einen Fall gezogen werden, der die Endinger Behörden in den letzten Monaten auf Trab gehalten hat. Der Kanton hatte letzten September eine Verfügung erlassen, mit der Forderung, den Waldspielplatz bis Ende März zurückzubauen, da er gegen das Waldgesetz verstosse. In der Folge regte sich in der Bevölkerung massiver Widerstand. Dieser gipfelte auf der Plattform «petitio.ch», auf der sich über 1000 Personen für die Rettung der Anlage einsetzten.

«Die Kinder kommen hier auf andere Ideen»

«Die Kinder kommen hier auf andere Ideen»: Sarah Schmid-Kienle (links) und Deborah Schneider (rechts) setzten sich für den Erhalt des Flügerlispielplatzes ein, im Video-Interview vom November 2018 sagen sie, warum und was das gebracht hat.

An der Gemeindeversammlung im November versicherte der Gemeinderat, alles daran zu setzen, um die Anlage zu erhalten. Die Ortsbürgergemeinde übernahm daraufhin offiziell die Trägerschaft – einer der Punkte, die vom Kanton beanstandet wurden und zur Abweisung geführt hatten.

Nicht bewilligt, aber immerhin toleriert

Der bestehende Platz mit Hochsitz, Sandspielplatz, Zwergenhaus und Weidenhaus darf nun weiter genutzt werden. Nicht mehr bewilligt wurde hingegen der Flieger, der dem Platz seinen Namen gab, sagt Ralf Werder. «Er wird vom Kanton jedoch toleriert.» Künftig dürfen am Spielgerät aber keine Instandhaltungsarbeiten mehr vorgenommen werden. Ausserdem müssen Holztritte und zwei Brücken zurückgebaut werden.

Die Bewilligung seitens des Kantons gilt für fünf Jahre. Danach muss von Gesetzes wegen ein neues Gesuch gestellt werden. Glücklich über den Ausgang ist auch Sarah Schmid-Kienle. Sie hatte mit dem Einreichen der Petition den Stein ins Rollen gebracht. «Dass der Spielplatz weiterbestehen bleibt, freut mich vor allem für die Kinder», so Schmid-Kienle.