Klingnau

Dank 13 Stimmen: Volk sagt Ja zu Sportplatz-Kredit – «Das Projekt war auf Messers Schneide»

Die Visualisierung zeigt die zurzeit favorisierte Variante für die Sportplätze.

Die Visualisierung zeigt die zurzeit favorisierte Variante für die Sportplätze.

Mit 13 Stimmen siegt das Ja-Lager bei der Referendumsabstimmung zum Sportplatz-Projekt. Das Lager der Kritiker ist offenbar grösser als erwartet: Der Klingnauer Stadtrat verspricht ein tragbares Bauprojekt, das alle offenen Fragen beantworten soll.

Knapper hätte das Resultat kaum ausfallen können: Mit 528 Ja- gegenüber 515 Nein-Stimmen hat das Klingnauer Stimmvolk den Projektierungskredit über 110'000 Franken für die Sportplätze im Grie genehmigt. Bereits die Sommergmeind hatte das Projekt abgesegnet, das nebst einem zweiten Fussballplatz für den FC Klingnau auch einen neuen Sandplatz für den Reitverein sowie Plätze für Hündeler und Bogenschützen vorsieht.

Die Start- und Landepiste des Modellflugsportvereins wurden hingegen wegen der Nähe zum Schwimmbad aus dem Projekt gestrichen. Doch Gegner hatten erfolgreich das Referendum gegen diesen Entscheid ergriffen, weshalb es nun zur Urnenabstimmung gekommen ist.

Der zuständige Stadtrat, Kuno Schumacher, freut sich über das Ja an der Urne, räumt aber ein:

Das Referendumskomitee von Anwohnern kritisierte die Verkehrs- und Lärmsituation sowie die Kosten. Offenbar teilten auch weitere Klingnauer ihre Befürchtungen. «Das verunsichert», sagt Schumacher. «Trotzdem sind wir froh, dass nun der Entscheid über die Zukunft der Sportanlagen im Grie anhand eines ausgereiften Bauprojekts erfolgen kann.»

Er betont, dass lediglich die Standorte der bestehenden Vereine im Grie neu organisiert werden, damit sie langfristig bestehen könnten. Auch würden die Kosten tiefer ausfallen als die 5,2 Mio. Franken im Finanzplan.

Es handle sich dabei um vorsichtig gerechnete Bruttokosten, wovon Beiträge des Swisslos-Fonds oder Eigenleistungen der Vereine noch abgezogen werden. Er verspricht:

Nebst der Beteiligung an den Baukosten würden die Vereine für die Betriebskosten selbst aufkommen.

Für Roger Meier, Präsident des FC Klingnau, ist klar: 

Man wolle lediglich die bis zu 50 Jahre alte Infrastruktur der verschiedenen Vereine im Grie erneuern. Über das Ja der Klingnauer zum Projektierungskredit und die Chance für die Vereine freut er sich, das knappe Resultat habe ihn aber überrascht. «Wir müssen jetzt nochmals das Gespräch mit den Anwohnern suchen, damit wir ein gutes Projekt für alle Beteiligten realisieren können.»

Es gelte nun, sagt auch Schumacher, die Skeptiker zu überzeugen. «Bis nächsten Sommer haben wir Zeit.» Bis dann soll aus dem aktuellen Konzept das Bauprojekt entstehen. Mit im Boot sind auch drei Anwohner, die nun in der Planungskommission mitarbeiten werden. Schumacher ist überzeugt: «Das Bauprojekt wird alle noch offenen Fragen beantworten.»

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