Grossratswahlen

Das ist der Panaschierkönig im Zurzibiet – nicht zum ersten Mal

René Huber.

René Huber.

Die CVP hat im Bezirk Zurzach über doppelt so viele Fremdstimmen erhalten wie die anderen Parteien.

Über 11100 Stimmen holte die CVP am Wahlsonntag im Zurzibiet. Fast die Hälfte davon sind Panaschierstimmen. Will heissen: Die Namen der CVP-Grossratskandidierenden wurden über 4700-mal auf andere Parteilisten gesetzt. Panaschierkönig ist der Leuggemer René Huber – zum wiederholten Mal. 2016 erhielt der Direktor des Spitals Leuggern 56 Prozent Panaschierstimmen, dieses Jahr waren es mit 1540 von insgesamt 3428 Stimmen noch fast 50 Prozent. Den zweiten Platz im Bezirk Zurzach belegt die FDP-Grossrätin und Bezirkspräsidentin Claudia Hauser aus Döttingen. Sie legte stimmenmässig im Vergleich zu 2016 deutlich zu und schaffte die Wahl – auch dank der 1023 Panaschierstimmen. Das sind fast doppelt so viele Fremdstimmen wie noch vier Jahre zuvor.

Auf den nächsten beiden Rängen finden sich wiederum zwei CVP-Kandidaten. Mit 811 Panaschierstimmen erhielt der Klingnauer Grossrat Andreas Meier am drittmeisten Stimmen von fremden Listen. Bei insgesamt 2373 Stimmen stammt somit jede dritte Stimme von Wählern anderer Parteien. Die vielen Panaschierstimmen für ihn und die Partei freuten ihn, sagt der Bezirksparteipräsident. «Das zeigt, dass wir über die Parteigrenzen hinaus bei den Wählern angekommen sind.» 724 Fremdstimmen erzielte auch Politneuling Daniel Baumgartner. Der Gemeindeschreiber von Bad Zurzach und künftige Vorsitzende der Geschäftsleitung der Fusionsgemeinde Zurzach liegt auf Rang vier und erhielt sogar mehr Panaschierstimmen als die wiedergewählten Grossräte Patrick Gosteli (SVP, 615) aus Böttstein und der Lengnauer David Burgherr (SP, 496), der abgewählte Döttinger Manuel Tinner (SVP, 337) und die Neugewählte Isabelle Schmid (Grüne, 314) aus Tegerfelden.

Auffällig: Patrick Gosteli und Manuel Tinner erhielten mit 2541 respektive 2512 Stimmen fast gleich viele Stimmen von SVP-Wählern. Der Ammann aus Böttstein machte aber dank fast doppelt so vielen Panaschierstimmen das Rennen und wurde wiedergewählt, im Gegensatz zu Tinner.

Die Gewählten aus dem Bezirk Zurzach:

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