Kommentar

Deponie Buchselhalde: Die Abstimmung ist vorbei – der Tegerfelder Dorffrieden bleibt aber belastet

Daniel Weissenbrunner
Diese Plakate machten Stimmung für ein Nein.

Diese Plakate machten Stimmung für ein Nein.

Der Abstimmungskampf um die Erweiterung der Deponie Buchselhalde in Tegerfelden wurde sehr hart geführt. Nun muss das Dorf versuchen zum Normalzustand zurückzukehren.

Selten hat eine Vorlage in Tegerfelden für derart überschäumende Emotionen gesorgt. Im Surbtaler Ort war in den letzten Wochen wegen der geplanten Erweiterung der Deponie Buchselhalde der Dorffrieden aus den Fugen geraten.

In ungewohnt scharfer Rhetorik deckten sich Befürworter und Gegner mit Beleidigungen ein und liessen zuweilen den Anstand vermissen. Nach dem Nein müssen sich die Fürsprecher natürlich die Frage stellen, weshalb sie die Mehrheit der Tegerfelder Stimmbürger trotz griffiger Argumente vom Nutzen des Projekts nicht überzeugen konnten.

Unsere direkte Demokratie ist eine wunderbare Errungenschaft. Tegerfelden bot dazu perfekten Anschauungsunterricht, wie lebendig und kraftvoll sie sein kann. Mit der Wahl der Mittel wurde sie aber teils strapaziert. In der Gemeinde wird es ein Leben nach dem Nein zur Deponie geben. Fraglich ist, ob die entstandenen Gräben damit zugeschüttet sind.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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