Marktflecken

Der «Fleckenkümmerer»: Bad Zurzach bekommt einen neuen Citymanager

Bad Zurzach hat mit Theo Schneider einen Fleckenkümmerer.

Bad Zurzach hat mit Theo Schneider einen Fleckenkümmerer.

Für die Umsetzung des neuen Fleckenkonzepts soll ein regelmässiger Gedankenaustausch mit der Bevölkerung stattfinden. Damit wurde nun Architekt Theo Schneider und seine Frau Vera beauftragt.

Trotz Corona: In Bad Zurzach herrscht Aufbruchstimmung. Zwar blieb auch hier das Gewerbe von den Folgen der Covid-19-Pandemie nicht verschont. Zwei Grossprojekte sollen dem Ort aber neuen Glanz verleihen und neue Perspektiven ermöglichen. Seit Anfang Jahr laufen einerseits die Arbeiten zur Ostumfahrung. Das 75-Millionen-Franken teure Projekt soll die historische Altstadt dereinst vom Verkehr entlasten. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Sommer 2023.

Zum anderen sind die Vorbereitungen zur Umsetzung für das Fleckenkonzept im Gang. Die Bevölkerung stimmte vor einem Jahr dem rund 18 Millionen-Franken-Kredit zu. Mit dem Ja soll das Zentrum mit zahlreichen Massnahmen aufgewertet und neu gestaltet werden.

«Damit dies gelingt, hat die Fachgruppe ‹Spezielles› ein Konzept entwickelt, das vorsieht, mit den Bewohnern einen regelmässigen Gedankenaustausch zu pflegen», sagt Gemeindeammann Bernhard Scheuber (parteilos). Mit der Leitung wurden Theo Schneider und seine Frau Verena beauftragt. «Die Leute sollen ihre Anregungen, Gedanken und Ideen rund um das Fleckenkonzept äussern und sich einbringen», sagt Schneider.

Werbewirksam hat er den Namen «Fleckenkümmerer» erhalten. In anderen Orten heisse diese Person Citymanager. «Da wir aber weder eine City sind, und ich kein Manager bin, haben wir uns auf diese Bezeichnung geeinigt», erklärt der 74-Jährige ehemalige Architekt, der zuletzt 25 Jahre in Italien lebte. Dass in der Bevölkerung ein grosses Interesse zur Belebung des Fleckens besteht, hat Schneider an einem Workshop festgestellt. Über 500 Beiträge sind eingegangen. Diese wurden in Sofortmassnahmen, Umsetzungen, längerfristige Themen und Forderungen eingeordnet.

Von den 89 Sofortmassnahmen werden 30 nun prioritär behandelt und in den kommenden Monaten abgearbeitet. Sieben handfeste Vorschläge wurden sofort angepackt. Dazu gehört etwa die Erweiterung des Trottoirs in der Schwergasse auf Kosten von Parkplätzen. Der Kanton hat hierzu bereits grünes Licht gegeben. In Bad Zurzach soll man zum Sommeranfang den morgendlichen Cappuccino auf der Strasse geniessen können. (dws)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1