Zurzibiet

Der Innovationspark als Chance für einen Strukturwandel

Die Visualisierung zeigt, wie sich der Park Innovaare an der Kantonsstrasse in Villigen dereinst präsentieren soll.

Die Visualisierung zeigt, wie sich der Park Innovaare an der Kantonsstrasse in Villigen dereinst präsentieren soll.

Das Forschungszentrum Paul Scherrer Institut (PSI) ist weltweit bekannt – im Zurzibiet wird es hingegen höchstens als Elfenbeinturm wahrgenommen. Das will das Unternehmen ändern, insbesondere im Hinblick auf den geplanten «Park Innovaare».

Die neuen Anlagen sollen in direkter Nachbarschaft der schon bestehenden Gebäude in Villigen entstehen (die az berichtete). Was das der Region und ihrem Gewerbe bringt, darüber sprach Projektleiter Markus Frei-Hardt am Frühstücksanlass des Wirtschaftsforums Zurzibiet.

«Das PSI will eben kein Elfenbeinturm sein», sagte Frei-Hardt. Das Institut biete auch für lokale Betriebe Chancen und Möglichkeiten. «Haben Sie keine Hemmungen, kommen Sie mit Ihren Ideen und Fragen auf uns zu», forderte er die über 100 anwesenden Gewerbevertreter auf.

Das könnten zum Beispiel Maschinenbauer sein, die sich an einem konkreten Projekt beteiligen wollen – oder Technologieunternehmen, die eine Innovation umsetzen wollen. Mit Bezug auf den neuen Park Innovaare versuchte Frei-Hardt, den Unternehmern eine Trägerschaft schmackhaft zu machen: Mit 100'000 Franken verteilt über 10 Jahre können KMU Aktionäre des Innovationsparks werden. Dafür versprach Frei-Hardt eine gute Vernetzung und direkte Kontakte zu Grossunternehmen. «Dies bringt ganz neue Erkenntnisse und ist pro Jahr auch nicht teurer als die Beteiligung an einer Fachmesse.»

Auch fürs Zurzibiet als Ganzes sieht Markus Frei-Hardt Vorteile: Neben den offensichtlichen Steuereinnahmen bringe der neue Park auch Fachkräfte aus aller Welt, die irgendwo wohnen müssen. Von einer solchen Entwicklung würden schliesslich die lokalen Dienstleister profitieren. Der neue Innovationspark mit seinen Arbeitsplätzen sei für das Zurzibiet eine Chance für einen Strukturwandel im Zuge der Energiewende.

Dem pflichtete Anneliese Alig, Leiterin der Standortförderung des Kantons Aargau, bei. Sie nahm aber auch das Standortmarketing in die Pflicht: «Das Zurzibiet ist eine schöne Region, doch das wissen Forscher und ihre Familien nicht, wenn sie sich einen Wohnort suchen.» Es gelte also, die Vorzüge des Zurzibiets bekannt zu machen.

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