Schneisingen

Der schwebende Anbau über dem Pausenplatz kostet 200'000 Franken mehr

Der Erweiterungsbau (Mitte) der Schulanlage Aemmert im Modell.

Der Erweiterungsbau (Mitte) der Schulanlage Aemmert im Modell.

Der Kostenrahmen von 1,3 Millionen für die Schulhauserweiterung in Schneisingen kann nicht eingehalten werden. Grund dafür sind mehrere Punkte, die in der ursprünglichen Rechnung nicht enthalten waren.

Das Modell, das am Donnerstagabend bei einer Infoveranstaltung vorgestellt wurde, baut auf den Gedanken der Schneisinger Gewerbetreibenden auf: einer Verbindung zwischen Schulhaus und Turnhalle in Holzelementebau auf Stützen.

Darin finden Räume für Tagesstrukturen, Lehrerzimmer, Sekretariat, Schulleitung und Besprechungszimmer Platz. Architekt René Sidler sprach von einem «schwebenden Bau über dem Pausenplatz».

Höhere Kostern als geplant

Der Kostenrahmen in Höhe von 1,3 Millionen Franken für den von der Gemeinde vorgestellten Bau kann nicht eingehalten werden. Das Projekt wird voraussichtlich 1,54 Millionen Franken kosten.

Gemeinderätin Susanne Frei führte die Gründe dafür aus. So seien in den 1,3 Millionen Franken die Kosten für die Lüftungsanlage, den Einbau eines Lifts ins bestehende Schulhaus und die Verlegung eines rutschfesten Spezialfussbodens im Eingangsbereich unter der Pausenhalle nicht enthalten gewesen.

Sidler präzisierte: «Allein der Lift kostet 80 000 Franken.» Ein Verzicht darauf könne die Kosten reduzieren. Doch dann verfüge das Schneisinger Schulhaus über keinen behindertengerechten Zugang. Sidler nannte den barrierefreien Umbau des Gebäudes überfällig: «Wir hätten das schon beim vor 13 Jahren erstellten Anbau verwirklichen sollen», sagte er.

«Das ist kein Luxusbau»

Kern des Erweiterungsbaus der Schulanlage Aemmert ist ein 87 Quadratmeter grosser Raum für Tagesstrukturen respektive für Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung. Schulpflegepräsidentin Sabine Meier berichtete, dass von den 100 Schneisinger Schülern nahezu die Hälfte das Angebot nutzt – derzeit wird es noch im Gemeindehaus angeboten.

«Schule muss sich den Veränderungen in der Gesellschaft anpassen», sagte sie. Dabei könne der Raum dank seiner Grösse und der eingebauten Küche auch als Vereins- oder Veranstaltungsraum genutzt werden, sollte das in der Zukunft notwendig sein.

Die Kosten in Höhe von 1,54 Millionen Franken waren Thema der Diskussion. Diese seien fast so hoch wie die 1,7 Millionen Franken, welche im Mai im Raum gestanden hatten, kritisierte ein Besucher.

Seinerzeit wollte die Gemeinde das Projekt im Rahmen eines Gesamtleistungswettbewerbs realisieren, was aber nicht die Zustimmung der Gemeindeversammlung fand. Sidler widersprach: «Das ist kein Luxusbau. Im Gegenteil.»

So falle das im Neubau geplante Lehrerzimmer sogar kleiner aus als das bestehende. Jemand merkte an, dass die Stützen, auf denen das Gebäude steht, schräg seien. «Das unterstreicht den schwebenden Charakter», antwortete Sidler. Auch um die Installation von Solarmodulen auf dem Flachdach des Erweiterungsbaus ging es in der Diskussion.

Meistgesehen

Artboard 1