Das Thema Oberstufenschule beschäftigt das Zurzibiet schon eine ganze Weile. Seitdem absehbar ist, dass zumindest eine der vier Bezirksschulen schliessen muss, um die Vorgaben des Kantons zu erfüllen, dreht sich alles um die Standortfrage. Nachdem die Gemeindeversammlungen im Herbst 2017 das Projekt Oberstufenverband Aaretal (OSA) bachab geschickt haben, nimmt sich nun der übergeordnete Gemeindeverband ZurzibietRegio wieder der Thematik an. Bereits 2015 und 2016 hatte er dies getan, war aber mit dem Aufkommen der OSA in den Hintergrund getreten. «Das Schulthema ist sehr zentral für die Entwicklung in unserem Zurzibiet.» Mit diesen Worten appellierte ZurzibietRegio-Präsident Felix Binder am Dienstag an der Abgeordnetenversammlung an die Beteiligten. Diese mögen tatkräftig und konstruktiv zusammenarbeiten, um eine Lösung der Oberstufenfrage zu finden.

Nachdem an einem internen Gemeindeanlass im April 2018 die Einsetzung einer «Arbeitsgruppe Bildung» mit den Vertretern von Gemeinden und Bildungsinstitutionen diskutiert worden war, hiess die Abgeordnetenversammlung den eingeschlagenen Weg nun gut. Damit kommt ZurzibietRegio auch dem Anliegen der Gemeinden Döttingen und Klingnau nach. Deren Gemeinderäte erhielten von der Stimmbevölkerung den Auftrag, beim Gemeindeverband vorzusprechen, damit unter dessen Führung eine zukunftsfähige Oberstufenlösung erarbeitet wird. Auch die Interessengesellschaft Bildungsvision Zurzibiet mit Vertretern aus Politik, Bildung und Wirtschaft forderte, dass sich ZurzibietRegio wieder dem Thema annimmt.

Mitglieder in der Arbeitsgruppe Bildung sind die Präsidenten, Schulleiter und Schulpflegepräsidenten der Kreisschulen mit Fokus Oberstufe im Zurzibiet. Die Aufgabe der Arbeitsgruppe besteht darin, einen Lösungsvorschlag zu erarbeiten, der die Akzeptanz der Gemeinden hat, die Vorgaben des Kantons berücksichtigt und gesetzeskonform ist.