Würenlingen

Einstimmiges Ja zum Ausbau der Schulanlage Weissenstein

Bei der Schulanlage Weissenstein braucht es mehr Schulraum. AZ/Archiv

Bei der Schulanlage Weissenstein braucht es mehr Schulraum. AZ/Archiv

Die Gmeind Würenlingen sprach sich deutlich für einen Projektierungskredit von zwei Millionen Franken für die Planung neuer Schulräume im Schulareal Weissenstein aus. Die Stimmberechtigten genehmigten zudem die Verlegung des Bahnhofs.

Würenlingen investiert fast zwei Millionen Franken in die Ausbauplanung der Schulanlage Weissenstein. Dies hat die Gemeindeversammlung am Freitagabend ohne Gegenstimme entschieden. Der beantragte Projektierungskredit über 1'950'000 Franken wurde mit grosser Mehrheit angenommen. «Ich bin erleichtert über dieses Resultat», sagte Ammann André Zoppi im Anschluss an die Versammlung. «Wir sind froh über das grosse Vertrauen, das uns die Bevölkerung in dieser Sache entgegenbringt.»

Benötigt wird das Geld, um Raum für vier Abteilungen Primarschule, zwei Abteilungen Kindergarten und entsprechende Nebenräume zu planen. Sie werden auf der freien Wiese hinter der Sporthalle entstehen. In einer zweiten Etappe soll eine neue Zweifachturnhalle dazukommen – die wird aber erst gebaut, wenn die Finanzen eine solche Grossinvestition erlauben. Denn alleine die Kosten für die neuen Schulräume schätzt der Gemeinderat auf fast 14 Millionen Franken – worin der gesprochene Projekterungskredit aber enthalten ist.

Der neu geschaffene Platz sollen das Bevölkerungswachstum und die damit steigenden Schülerzahlen auffangen. Der Gemeinderat ging in seiner Prognose von einem Wachstum von 760 Einwohnern in den nächsten 15 Jahren aus.

Sanierung wäre teurer

Der Neubau wird einer Sanierung des Altbaus mit einem Anbau vorgezogen. Dies obwohl, die heutigen Gebäude darauf ausgelegt wären, vergrössert zu werden. «Der Anstieg der Schülerzahlen ist aber grösser, als das vor 20 Jahren vorausgesagt wurde», sagte der zuständige Gemeinderat Patrick Zimmermann. Deshalb sei die Anbau-Variante mit höheren Kosten und Risiken verbunden als wenn man stattdessen neue Gebäude baut. Wie diese am Schluss aussehen werden, entscheidet nun ein Architekturwettbewerb. Dessen Ergebnis soll bis im Frühling 2016 vorliegen. Im Winter 2016 werden die Stimmberechtigten dann schliesslich über den Monster-Baukredit befinden, bevor tatsächlich die Maschinen auffahren dürfen. Läuft alles glatt, wäre die Anlage im Schuljahr 2018/19 bezugsbereit.

Bahnhof wird verlegt

Neben dem grossen Brocken der Schulraumplanung stand auch noch die Verlegung des Bahnhofs Siggenthal-Würenlingen zur Diskussion. Der Gemeinderat beantragte dafür einen Baukredit von 249 500 Franken, den die Stimmberechtigten ohne Widerstand durchwinkten. Das heisst: Die SBB darf die Haltestelle Siggenthal-Würenlingen rund 200 Meter nach Norden verlegen und ein neues Busterminal bauen. Dies einerseits, um die Perrons behindertengerecht zu machen. Andererseits, weil das Stellwerk in die Jahre gekommen ist und ersetzt werden muss.

Die Grundkosten des ganzen Projekts – rund 25 Millionen Franken – übernimmt die SBB selbst. Würenlingen zahlt zusammen mit Untersiggenthal und dem Kanton Aargau lediglich die Projektergänzungen, wie zum Beispiel die neue WC-Anlage oder die Überdachung des neuen Busbahnhofs. Bereits im Herbst ist der Start der Bauarbeiten geplant, die rund ein Jahr dauern sollen.

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