Döttingen

Eisfeld eröffnet: Wer Glück hat, kann von Eishockeystar Jan von Arx trainiert werden

Bis zu 150 Kinder laufen pro Tag Schlittschuh oder spielen Eishockey auf der Schulanlage Bogen in Döttingen. Und wer Glück hat, kann mit Eishockeystar Jan von Arx trainieren.

«Schon eine halbe Stunde vor Türöffnung standen die Kinder an. Wir waren fast etwas überfordert», sagt der Klingnauer Reto Capaul. «Das Eisfeld ist schon am ersten Tag gestartet wie eine Bombe!» Und der Döttinger Rolf Knecht ergänzt: «Wir haben bis zu 150 Kinder pro Tag auf dem Feld. Sicherlich auch wegen dem schönen Wetter.»

Die beiden Eishockeybegeisterten riefen vor einem Jahr das Eisfeld auf dem roten Sportplatz bei der Schulanlage Bogen in Döttingen ins Leben. Und auch dieses Jahr ermöglicht das fünfköpfige OK des Vereins Eisfeld Unteres Aaretal das Schlittschuhlaufen auf dem 15 mal 30 Meter grossen Feld. Mit Erfolg.

«Es hat eingeschlagen wie eine Bombe»: Mitinitiant Reto Capaul ist überglücklich

«Es hat eingeschlagen wie eine Bombe»: Mitinitiant Reto Capaul ist überglücklich

Den Wunsch, in Döttingen ein Eisfeld zu realisieren, entstand in Windisch. «Ich fuhr immer am Campus vorbei und sah dabei das Eisfeld», sagt Rolf Knecht. «Ich dachte mir, das will ich auch im Zurzibiet machen.»

Gönnerklub und Sponsoren finanzieren das Eisfeld mit

Im vergangenen Jahr setzte er dann die Idee zusammen mit Capaul um: Die beiden gründeten den Verein Eisfeld Unteres Aaretal, sammelten via Crowdfunding und Sponsoren das nötige Geld und fanden auf dem roten Sportplatz der Schulanlage Bogen den geeigneten Standort.

Mit einem mittlerweile fünfköpfigen OK, zu dem auch Döttinges Hauswart Adrian Schweizer gehört, haben sie nun das Eisfeld zum zweiten Mal organisiert.

Die aktuelle Ausgabe wird mit einem Gönner-Klub und Sponsoren mitfinanziert. Zwar kann der Verein die Infrastruktur wie Toiletten, Beleuchtung und Parkplätze der Schule nutzen.

Schulklassen aber auch Firmenevents

Aber neben dem Wasser fallen auch Kosten für den Strom, die Eisreinigungsmaschine, den Holzboden unter dem Eisfeld, Kühlaggregate oder das Chalet an, in dem ein Kernteam aus sechs Frauen unter der Leitung von Georg Erne Fondue, Toasts oder Hot Dogs anbietet. Eintritt verlangt der Verein keinen, nur die Miete der Schlittschuhe und Eislaufhilfen kosten fünf Franken.

Das Eisfeld ist täglich geöffnet. «Am meisten Kinder kommen jeweils am Mittwoch und Freitag bis Sonntag, wenn sie frei haben», sagt Knecht. «Es ist schön, ihre Euphorie zu spüren», ergänzt er. Für die Schulen ist das Feld jeweils unter der Woche am Morgen reserviert.

«Klassen aus Döttingen, Klingnau, Kleindöttingen, Bad Zurzach, Koblenz und der HPS Döttingen nutzten schon unser Angebot.» Bis Weihnachten kann jede Klasse maximal zwei Mal das Feld reservieren. «Wir mussten es etwas begrenzen, damit alle mal kommen können, die möchten», so Knecht. Am Mittwoch- und Donnerstagabend finden jeweils Firmenevents der Sponsoren statt. «Auch das ist jeweils gut besucht.»

Klingnau und Döttingen duellieren sich wieder

Neben dem regulären Eisfeld-Betrieb organisiert der Verein verschiedene Events. So trainiert nächsten Dienstagnachmittag der ehemalige HC Davos-Spieler Jan von Arx mit etwa 15 bis 20 Kindern.

«Darauf freuen wir uns sehr. Jan von Arx reist extra aus dem Kanton Graubünden nach Döttingen», sagt Knecht. Die Kinder konnten sich für das Training mit dem Superstar mit einem Brief bewerben. Jene mit den kreativsten Bewerbungen wurden eingeladen.

An zwei Turnieren können sich wiederum zwölf Fünferteams im Eisstockschiessen duellieren. «Es hat Ähnlichkeiten mit dem Curling und funktioniert nach den Boccia-Regeln», erklärt Knecht. Das Turnier im Januar ist bereits ausgebucht, im Dezember können sich noch drei Teams anmelden.

Bis Januar kann Schlittschuh gefahren werden

Im Januar kommt es zudem zur Neuauflage des Eishockey-Derbys zwischen Döttingen und Klingnau. Mitglieder der beiden Fussballklubs und der Turnvereine treten dabei gegeneinander an. Titelverteidiger ist Klingnau.

Das Eisfeld hat noch bis am 26. Januar geöffnet. «Wir haben schon im vergangenen Jahr vor den Sportferien aufgehört», sagt Knecht. Viele würden in die Ferien fahren, danach sei Fasnacht und dann schon wieder fast Frühling. Er ergänzt mit einem Schmunzeln: «Zwei Monate Eislaufen sind genug.»

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