Fusionsprojekt Rheintal+

Für die neue Gemeinde stehen Wappen und Namen zur Wahl

Die erste Grobselektion der Wappen: Drei Vorschläge gelangen zur Abstimmung.

Die erste Grobselektion der Wappen: Drei Vorschläge gelangen zur Abstimmung.

Im März können die Einwohner des Fusionsprojekts Rheintal+ über Wappen und Ortsnamen abstimmen. Emotionen sind garantiert.

Die vertiefte Fusions-Prüfung von zehn Zurzibieter Gemeinden nimmt Fahrt auf. Ende März soll die Bevölkerung über das Wappen und den Namen der neuen Gemeinde mit 8000 Einwohnern abstimmen.

Böbikons Gemeindeammann Adrian Thoma, der die entsprechende Arbeitsgruppe leitet, sagt: «Wir werden sowohl drei Wappen als auch drei Namen als Vorschläge unterbreiten.»

An der Umfrage wird die Bevölkerung voraussichtlich auf zwei Wegen teilnehmen können. Einerseits werden Flugblätter mit Antwortkarten in die Haushalte verschickt, andererseits soll man seine Stimme auch online abgeben können. Die Homepage zum Fusionsprojekt wurde inzwischen aufgeschaltet (www.rheintalplus.ch).

Der externe Projektleiter Jean-Claude Kleiner hatte schon früh angekündigt, dass Wappen und Namen bei Fusionen ein äusserst emotionales Thema seien. Bisher gingen die Wogen im Zurzibiet noch nicht allzu hoch.

Die Diskussionen werden als intensiv und konstruktiv beschrieben, «aber ich bin überzeugt, dass sich das unmittelbar vor der Abstimmung noch ändern wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt», sagt Adrian Thoma.

Eine erste Grobselektion haben die Arbeitsgruppen im Januar den sogenannten Echogruppen unterbreitet. In den Echogruppen sind aus jeder Gemeinde maximal vier Einwohner vertreten. Sie ergänzen die Informationen der Arbeitsgruppen mit eigenen Inputs, tragen die Diskussion in die Bevölkerung heraus und leiten das Feedback aus den Gemeinden zurück.

Die ursprünglich 20 Vorschläge für die Wappen wurden auf 5 reduziert. Allen gemeinsam ist der Rhein als verbindendes Element. Gemäss Heraldik-Experte Rolf Kälin hätte sich auch angeboten, den Namen und das Wappen der grössten am Projekt beteiligten Gemeinde zu übernehmen (Bad Zurzach).

Doch sowohl beim Wappen als auch beim Namen bevorzugt man neue Lösungen. Beim Namen der neuen Gemeinde könnte der Konsens «Zurzach» lauten. Einerseits ein bekannter Name, andererseits will man bewusst auf das «Bad» verzichten.

Trotzdem können bei einer allfälligen Fusion alle Ortsnamen der zehn Projektgemeinden samt Postleitzahlen und Strassenbezeichnungen erhalten bleiben. Um alles gäbe es jedoch eine Art Klammer, sprich die neue Gemeinde, wofür ein neuer Name gefunden werden müsste. Sowohl Wappen als auch Name müssen vor der Abstimmung Ende März noch von Bund und Kanton geprüft werden.

Die Arbeitsgruppen zu den insgesamt acht Themenfeldern treffen sich bis November noch fünf Mal. Die Echogruppen treffen sich wieder im Juni. Ende Jahr soll der Ergebnisbericht zur vertieften Fusions-Prüfung vorliegen.

Am 24. Januar 2019 wird die Bevölkerung über das Ergebnis der Arbeiten informiert. Voraussichtlich im Herbst 2019 können die Stimmbürger über eine allfällige Fusion abstimmen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1