Zurzibiet

Gemeinden äussern sich zum Bez-Dilemma: Keine der drei Varianten hat eine Mehrheit

Nicht alle Zurzibieter Bezirksschulen haben eine Zukunft. Im Bild das Klingnauer Schützenmatt-Schulhaus.

Nicht alle Zurzibieter Bezirksschulen haben eine Zukunft. Im Bild das Klingnauer Schützenmatt-Schulhaus.

Seit Ende Juni liegen offiziell drei Varianten für einen Bezirksschulstandort vor, die alle gesetzeskonform wären. Diese wurden den 22 Gemeinden des Bezirks Zurzach zur Vernehmlassung unterbreitet. Einen Sieger gibt es nicht. Deshalb wird das Ergebnis nun an den Kanton weitergeleitet.

Das Grundproblem ist seit Jahren bekannt: Im Zurzibiet gibt es aktuell vier Bezirksschulstandorte – Endingen, Bad Zurzach, Klingnau und Leuggern – doch wegen der tiefen Schülerzahlen haben nicht alle eine Zukunft. Die kantonalen Anforderungen für Schulgrössen können ab 2022 nicht mehr gleichzeitig an allen vier Standorten erfüllt werden.

Eine Arbeitsgruppe, eingesetzt vom Gemeindeverband, hat im vergangenen Jahr drei Varianten erarbeitet, die eines gemeinsam haben: Jedes der drei Täler – das Surbtal, Rheintal und Aaretal – würde künftig eine komplette Oberstufe erhalten, also eine eigene Bezirks-, Sekundar- und Realschule. 

Die Abgeordnetenversammlung nahm Kenntnis davon und fasste den Beschluss, diese Varianten zur Vernehmlassung den Gemeinden der Region zu unterbreiten. Nun liegen die Resultate vor. Demnach hat nach wie vor keine der drei Varianten eine Mehrheit erzielt. Deshalb wird das Ergebnis nun an den Kanton weitergeleitet. Dies teilt der Gemeindeverband ZurzibietRegio mit. Im folgenden die Varianten und die Erklärungen des Verbands:

Lösung Kirchspiel

Eine Lösung Kirchspiel hätte folgende Konsequenzen: Schüler aus Koblenz gehen nach Bad Zurzach (Bez-, Sek- und Realschüler). Bezirksschüler aus der Gemeinde Klingnau nach Bad Zurzach.

Die Bezirksschule in Leuggern.

   

Bezirksschüler aus Döttingen und weitere würden nach Leuggern gehen. Die Sekundar- und Realschule bliebe in Klingnau (Gemeinden Döttingen und Klingnau). Folgerung: Klingnau würde als Bezirksschulstandort aufgehoben und müsste neu als Sekundar- und Real-Kleinststandort weitergeführt werden.

Lösung OSUA/Rheintal-Studenland

Eine Lösung OSUA/Rheintal-Studenland hätte umgekehrt die Schliessung der Bezirksschule Leuggern zur Folge. Der Schulkreis Rheintal-Studenland und der Schulkreis OSUA würden gemeinsam einen Schulkreis Aaretal-Rheintal-Studenland bilden.

(Geführt würden die zwei Schulstandorte entweder von einer Geschäftsleitung, welcher an einem der beiden Schulstandorte eine weitere Schulleitung unterstellt ist oder der Schulkreis Aaretal- Rheintal-Studenland würde von zwei Schulleitungen im Konferenzmodell, jedoch ohne Geschäftsleitung geleitet.)

Lösungsidee aus dem Surbtal

Das Rheintal-Studenland, Klingnau und Koblenz bilden einen Schulkreis und organisieren zusammen mit den Schülern ihrer Gemeinden eine Oberstufe mit Bezirk-, Sekundar- und Realschülern. Die Gemeinden links der Aare und Döttingen organisieren zusammen mit den Schülern ihrer Gemeinde im Rahmen eines separaten Schulkreises eine Oberstufe mit einer Aufteilung von Bezirks- Sekundar- und Realschülern, welche zu ihren vorhandenen Infrastrukturen passt. Das Surbtal bleibt unverändert. (Dieser Antrag stellt unter anderem sicher, dass die Schüler der Gemeinde Klingnau und Döttingen nicht in verschiedenen Schulkreisen in die Schule gehen müssen.) (az)

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