«Wir wüssten auch gerne, wem das Gold gehört», sagt Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau. Bloss: Die Polizei hat keinerlei Anhaltspunkte gefunden, denn auf dem Gold befanden sich keinerlei Spuren, die sie verwerten konnte.

Auf die Suche nach den Besitzern des Goldes, das rund 120000 Franken wert ist, macht sich die Polizei vorläufig nicht. «Es liegt bis jetzt keine Straftat vor, wir haben daher auch keinen Ermittlungsauftrag», sagt Graser. Der Ball liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach. Sie muss entscheiden, ob in der Sache ermittelt werden soll. Da sie noch nicht einmal über alle Unterlagen verfügt, kann sie noch nichts entscheiden.

Gold kommt von Grossbanken

Klar ist: Das Gold kommt von der Grossbank UBS und Credit-Suisse-Tochter Bank Leu. Ihr Name ist auf den Barren eingerprägt (siehe Bild). Die UBS weiss zwar dank den Prägungen ziemlich viel übers Gold. Bei den beiden grossen 1-Kilo-Barren kennt die Bank den Besitzer. «Wer bei uns ein Kilo Gold kauft, wird registriert», sagt UBS-Sprecher Andreas Kern auf Anfrage der az. Nicht so die Credit Suisse. Sie registriert die Käufer erst, wenn sie einen Barren von 12, 5 Kilo kaufen. Die UBS weiss aufgrund der Registration auch, wann und wo das Gold in den Umlauf kam.

Sollte der Goldkäufer das Gold später weiterverkauft haben, dann verliert sich die Spur allerdings. Denn diese Transaktion wird von den Bank nicht mehr registriert. Ob die beiden Banken dereinst Auskunft geben müssen, muss die Staatsanwaltschaft entscheiden.

Klingnauer spekulieren über die Herkunft des gefundenen Goldschatzes

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Ein schöner Finderlohn ist sicher

Sollte sich der Besitzer nicht finden lassen, können sich die beiden Finder freuen. Zumindest ein bisschen. Denn ob der Goldschatz dereinst ihnen gehört, ist zweifelhaft. Denn die beiden haben das Gold in Ausübung ihrer Tätigkeit als Gemeindearbeiter gefunden. Die Gemeinde könnte damit Anspruch aufs Gold anmelden, falls sich kein Besitzer findet.

Sicher ist den beiden Angestellten ein schöner Finderlohn. Bis es soweit ist, kann viel Zeit vergehen. Ein Fundgegenstand muss fünf Jahre aufbewahrt werden, bevor er rausgerückt wird - an wen auch immer.