Je zwei Mal sicherten sich Nachwuchsathleten des Zurzibieter Vereins mit ihren Leistungen in unterschiedlichen Stärkeklassen den ersten Rang am Barren sowie am Pferdpauschen. Dieser Erfolg sei ungewöhnlich, sagt Ruth Vock, die technische Leiterin des Kunst- und Geräteturnvereins: «Dass es gleich so viel zu feiern gibt, ist sensationell. Es ist eine Genugtuung für die ganze Arbeit, welche die Sportler leisten, die mit Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit ihre Ziele verfolgen.»

Die 62-jährige Freienwilerin ist seit mehr als 20 Jahren im Verein aktiv, vor 15 Jahren übernahm sie die technische Leitung. Der Erfolg an der diesjährigen Schweizer Meisterschaft sei historisch: «Ich verfolge die Szene schon lange und mag mich nicht erinnern, wann unsere Turner das letzte Mal in einem solchem Ausmass Auszeichnungen holten.»  

Geschwister auf Top-Niveau

Die jüngsten Erfolge im Turnverein kann sich allesamt eine Familie zu Gute schreiben lassen. Die vier Titel am Barren und am Pferdepauschen gehen auf das Konto des 14-jährigen Matteo und seines zwei Jahre älteren Bruders Luca Giubellini. Luca konnte am Pferdpauschen erneut brillieren, holte er doch letztes Jahr in Brugg eine Kategorie tiefer bereits Gold. Zählt man die zwei Goldmedaillen ihrer 12-jährigen Schwester Chiara dazu, wurden die Geschwister Giubellini am Wochenende gleich in sechs Kategorien zum Schweizer Meister gekürt. Chiara Giubellini holte in Neuenburg, wo die Juniorinnen parallel ihre Titelkämpfe austrugen, im Mehrkampf und in der Mannschaftswertung den ersten Platz. Zudem erreichte der jüngste der Familie, der 10-jährige Elio, in der Kategorie der Jüngsten den 18. Schlussrang und wurde damit zweitbester Aargauer. 

Matteo Giubellini am Barren.

Matteo Giubellini am Barren.

Die vier Giubellinis sind daran, in die Fussstapfen ihres berühmten Vaters zu treten. 1990 gewann Daniel Giubellini an den Kunstturn-Europameisterschaften in Lausanne als 21-Jähriger die Goldmedaille am Barren. Wenige Monate später wurde er zum Schweizer Sportler des Jahres gewählt.

Zeit, um sich auf den Erfolgen lange auszuruhen, haben die Athleten des Turnvereins Eien-Kleindöttingen nach den Schweizer Meisterschaften nicht. Nächste Woche steht bereits der nächste Höhepunkt, das Eidgenössische Turnfest in Aarau auf dem Programm. Der Verein, der rund 270 Mitglieder zählt, will die Ergebnisse vom letzten Eidgenössichen 2013 in Biel toppen. Im Vereinswettkampf resultierte damals ein beachtlicher 48. Rang. Eien-Kleindöttingen startet in der 3. Stärkeklasse. Ziel sei, der beste Verein des Kreisturnverbandes Zurzach zu sein, so Präsidentin Michèle Keller.