Naturparadies

Klingnauer Stausee: Diese 9 Massnahmen schaffen mehr Lebensraum für Vögel und Wassertiere

Die Aarekraftwerk Klingnau AG hat sich für die Neukonzession von 60 Jahren zu einigen Massnahmen verpflichtet, um die Natur aufzuwerten. Das sind sie im Überblick:

Die geplanten 9 Massnahmen am Klingnauer Stausee

Die geplanten 9 Massnahmen am Klingnauer Stausee

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1. Ufergestaltung Ifang

An der Stauwurzel des Klingnauer Stausees auf Höhe des Wasserkraftwerks Beznau entsteht ein neues verzweigtes Nebengerinne der Aare. So werden mehrere hundert Meter neue Uferlinie und damit neue natürliche Lebensräume für Fische und Wasserpflanzen geschaffen.

2. Beobachtungsplattformen

Entlang des linken Seeuferwegs entstehen drei neue Vogelbeobachtungsplattformen. Sie werden an ornithologisch besonders interessanten Stellen realisiert. Die Standorte wurden in Absprache mit Vertretern von Birdlife und involvierten Naturschutzvereinen ausgewählt.

3. Nistwand für Uferschwalben

Südlich des Zufahrtsdammes zum Kraftwerksgebäude entsteht eine künstliche Nistwand für Uferschwalben. Diese Vogelart brütet in Kolonien und ist in der Schweiz gefährdet. In Ergänzung dazu werden Kleinlebensräume für Amphibien, Reptilien, Heuschrecken und Wildbienen geschaffen.

4. Bruthilfe für Flussseeschwalben

Im Altarm des Gippinger Grien unterhalb des Kraftwerk Klingnau wird eine neue schwimmende Brutplattform für Flussseeschwalben eingewässert. Mit dieser Massnahme sollen die Flussseeschwalben im Raum des Klingnauer Stausees wieder angesiedelt werden.

5. Vitalisierung rechter Sickergraben

Der Sickergraben soll seine sicherheitsrelevanten Funktionen beibehalten, darüber hinaus aber auch Gewässerlebensraum werden. Dafür werden entlang der gesamten Fliessstrecke Strukturen wie Wurzelstöcke, Buchten, Buhnen (kleine Dämme, welche die Fliessgeschwindigkeit reduzieren) und Belebungssteine angeordnet.

6./7. Vitalisierung linker Sickergraben und Leuggernbach

Analog zum rechten Sickergraben werden auch der linke Sickergraben und der untere Bereich des Leuggernbachs ökologisch aufgewertet. Im Zuge der Bauarbeiten wird zudem der vor der Mündung in den Sickergraben liegende Fussgängersteg über den Leuggernbach rückgebaut.

8. Watfläche im Stausee

Die Flachwasserzone des Klingnauer Stausees ist seit Jahrzehnten von stetiger «Verlandung» betroffen. Heute ist das Wasser nur noch wenige Zentimeter tief. Deshalb werden auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern die oberen Sedimentschichten abgetragen und die Wassertiefe auf etwa 50 Zentimeter erhöht. So wird der Bereich wieder zum Lebensraum für Wasser- und Watvögel.

9. Uferstrukturierung Giriz

Auch der Uferbereich entlang des Giriz zwischen dem Kraftwerk Klingnau und der Rheinmündung wird aufgewertet. Zwischen dem Kraftwerk und der Eisenbahnbrücke werden so genannte Blocksteinbuhnen erstellt. Dazu werden Steinblöcke mit einem Gewicht von 2 bis 3 Tonnen auf die bestehende Uferverbauung gesetzt. Unterhalb der Eisenbahnbrücke entstehen im Abstand von etwa 50 Metern insgesamt neun neue Buchten. 

(pz/sda)

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