Klingnau

Lehrperson positiv getestet: Der Corona-Fall erschwert den Unterricht zusätzlich

An der Primarschule in Klingnau fallen mehrere Lehrkräfte aus. Der aktuelle Coronafall verschärft die Personalsituation.

An der Primarschule in Klingnau fallen mehrere Lehrkräfte aus. Der aktuelle Coronafall verschärft die Personalsituation.

An der Primarschule in Klingnau ist eine Lehrperson positiv getestet worden. Vier Klassen sind davon betroffen. Für die Leitung ist es nicht die einzige Herausforderung.

Die Schulleitung der Primarschule in Klingnau ist gerade ­besonders gefordert. Aktuell können mehrere Lehrpersonen krankheitshalber nicht unterrichten. Zudem ist nun eine Lehrperson positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darüber informierte die Schulleiterin Claudia Hossfeld die Eltern in einem Infomail am Sonntag. Die betroffene Lehrperson befindet sich seit vergangenem Donnerstag in Quarantäne. Am Tag zuvor sei sie das letzte Mal in der Schule in Klingnau gewesen. «Wir versuchen intern die bestmögliche Lösung für die Stellvertretungssituation zu finden», sagt Hossfeld.

Man bemühe sich, dass der Unterricht in allen Klassen nach Stundenplan stattfinden könne. Für die betroffene Klasse werde eine Stellvertretung den Unterricht übernehmen. Einspringen muss auch Claudia Hossfeld. Sie gibt ebenfalls Lektionen. «Es ist eine sehr herausfordernde Situation», sagt sie. Das Team mache aber eine hervorragende Arbeit. Dennoch bittet die Schulleiterin um Verständnis, sollte es zu kurzfristigen Änderungen kommen. «Wir wollen den Schülerinnen und Schülern so gut es geht eine Normalität sicherstellen.» Darum halte man vorderhand am Präsenzunterricht fest. «Sollte sich die Lage ändern, wären wir auch auf Fernunterricht vorbereitet.»

Keine Quarantäne für Schulkinder

Nach dem Bekanntwerden des Corona-Falls wurde das Contact-Tracing Center (Conti) eingeschaltet. Das Conti habe alle Personen, die im näheren Kontakt mit der Lehrperson standen, direkt informiert, so Hossfeld. «Ebenfalls bestimmt das Conti, wer in Quarantäne muss.» Das kantonale Bildungsdepartement sei informiert. Dessen Weisungen bezüglich Hygiene- und Abstandsregeln würden weiterhin umgesetzt. 

Infiziert ist eine Lehrperson der 5. und 6. Klassen. «Sie wird erst wieder an der Schule unterrichten, wenn der behandelnde Arzt dies entschieden hat und die Quarantäne vollständig beendet wurde», teilt die Schulleiterin weiter mit. «Eine Quarantäne für die betroffene Klasse ist nach Rücksprache mit der Schulaufsicht und dem Conti derzeit nicht vorgesehen.»

Zur Sicherheit aller Lehrpersonen und Kinder und trotz aller Schutzmassnahmen wurde zudem entschieden, dass sich weitere Lehrpersonen des gleichen Schulhauses in Quarantäne begeben. «Aktuell sind alle Klassenlehrpersonen der 5. und 6. Klassen nicht im Unterricht tätig. Dies wurde so vom Conti angeordnet», sagt Hossfeld. Die übrigen Lehrkräfte sind von der Massnahme nicht betroffen, weil sie in anderen Gebäuden unterrichten. Dadurch sei es auch in den Lehrerzimmern zu keinen Kontakten mit der übrigen Lehrerschaft gekommen, sagt die Schulleiterin.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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