Sommerferien

Mit dem Einachser quer durch den Kanton: Zwei Aargauer wagen sich auf eine abenteuerliche Reise

Zurzibieter tuckern mit einem Einachser in die Ferien

Zwei Aargauer tuckern mit einem Einachser in die Ferien: die Reportage von Tele M1.

Viele Schweizerinnen und Schweizer haben wegen der Pandemie ihre Ferien im Inland verbracht. Einen besonderen Ausflug führen Ueli Märki und sein Neffe Marco Vollenweider durch. Die beiden tingeln mit einem Einachser quer durch den Aargau.

Kaum fängt der Motor laut an zu brummen, schwingt sich der junge Mechaniker Marco Vollenweider auf den Sitz neben seinem Onkel Ueli Märki. Der Tegerfelder und der Mandacher wollen ihre Ferien auf einem Rapid-Einachser verbringen.

«Während der ganzen Corona-Zeit haben wir nie Ferien gemacht. Man konnte ja sowieso nirgendwo hin. Als dann die Lockerungen kamen, haben wir mit der Vorarbeit begonnen», sagt Landwirt Märki zum Regional-TV-Sender Tele M1. Zum Glück habe das Wetter damals immer mitgespielt, merkt er an.

Ihren Einachser haben die beiden im Internet gefunden und dann für die grosse Tour aufgerüstet. Mittlerweile ist das an sich einfache Gefährt gut ausgestattet. So zeigt Märki stolz auf den kleinen Kühlschrank, die Mikrowelle und den Sonnenschirm. Selbst eine eigene Blinkanlage hat der Einachser.

Mehr als 20 km/h liegt nicht drin

Mit allem Drum und Dran erreicht der 50-jährige Rapid-Einachser ein Gesamtgewicht von einer Tonne. Mehr als 20 km/h erreicht das insgesamt drei Meter hohe Gefährt allein schon deswegen nicht. Trotz der Vorarbeit sind sich Neffe und Onkel letztlich nicht sicher, ob das Gefährt alle Vorschriften erfüllt.

Sie hoffen nun, dass die Polizei bei einer allfälligen Kontrolle das eine oder andere Auge zudrücken wird. «Wir haben nichts zu verbergen, es hält alles. Wir haben einen Ausweis und eine Nummer gelöst. Er ist versichert. Wir hoffen also, dass alles gut kommt», sagt Onkel Märki. Ein anderes Problem hat derweil sein Neffe ausgemacht: «Die grösste Herausforderung ist es, nicht nass zu werden.»

Von all den trüben Gedanken lassen sich die zwei dann aber trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Mit stolzem Grinsen bricht das Zweiergespann schliesslich zu einer letzten Probefahrt durch das Quartier auf. Wohin es danach geht, ist noch unklar. Die beiden reisen ohne grosse Pläne durch den Kanton Aargau. Fest steht bis jetzt nur der Zielort: Am Ende der Woche wollen die zwei Abenteurer Verwandte in Abtwil im Freiamt besuchen.

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