Bad Zurzach

Mit Gottes Segen: Die Stützpunktfeuerwehr ersetzt ihren Fahrzeugpark um einen Drittel

Die beiden Pfarrer Michael Dietliker (l.) und Andreas Stüdli weihten die neuen Fahrzeuge ein.

Die beiden Pfarrer Michael Dietliker (l.) und Andreas Stüdli weihten die neuen Fahrzeuge ein.

Die Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim hat innerhalb von einem Jahr ihren Fahrzeugpark um einen Drittel ersetzt. Mit dem für 2022 eingeplanten Zusammenschluss von sechs Gemeinden wird die Flotte eine wichtige Rolle einnehmen. Ein Novum bei der Einwiehungsfeier war die ökumenische Einsegnung der Fahrzeuge.

Bad Zurzach und Rietheim werden per 1. Januar 2022 zusammen mit sechs weiteren Ortschaften Teil der neu fusio­nierten Gemeinde Zurzach. Mit dem Zusammenschluss werden auch auf die Feuerwehren grosse Veränderungen zukommen. Die Stützpunktfeuerwehr Zurzach-Rietheim besteht aktuell aus 113 Frauen und Männern. Sie wird auch in Zukunft eine Stützpunktfunktion haben. Die nun angeschafften Fahrzeuge werden darin eine wichtige Aufgabe erfüllen.

Wenn man es frei hätte planen, hätte man es sicher auf einen längeren Zeitraum verteilt, sagte Stefan Indermühle, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim, anlässlich der Einweihungsfeier der fünf neuen Fahrzeuge. Aber dass neben der planmässigen Beschaffung des in die Jahre gekommenen Kommandofahrzeugs und Atemschutzfahrzeugs auch gleich zwei Fahrzeuge im Rahmen von kantonalen Projekten (Strassenrettungsfahrzeug und Stützpunkttanklöschfahrzeug) angeschafft wurden und zudem noch ein ungeplanter Ersatz des Pionier-Containers dazu kam, habe sich nicht vermeiden lassen, so Indermühle.

Innerhalb eines Jahres ist so ein Drittel der Flotte ersetzt worden. Die Erneuerung sei zeitintensiv gewesen. «Zählt man den gesamten Aufwand von den ersten Kommissionssitzungen über Besuche beim Hersteller bis zur Schlussabnahme zusammen, kommt man pro Fahrzeug schnell auf einen Personalaufwand rund 100 bis 150 Stunden», erklärt Stefan Indermühle. Bei fünf zeitgleichen Beschaffungen herrschte für die involvierten Personen auch schon ohne Coronapandemie ein latenter Ausnahmezustand. Dazu sei noch die Fachausbildung der Chauffeure gekommen, die sich Corona-bedingt ebenfalls als anspruchsvoll herausstellte.

Zurück im Aargauischen Feuerwehrverband

Feuerwehrfahrzeuge stünden in der Regel 20 Jahre im Einsatz. «Obwohl das mitgeführte Material ständig den aktuellen Anforderungen angepasst wurde, sei es zunehmend schwieriger geworden, auf den alten Fahrzeugen neues Material sinnvoll unterzubringen», so Indermühle. Ein Novum war bei der Einweihungsfeier die ökumenische Einsegnung der Fahrzeuge durch die beiden Pfarrer der katholischen und reformierten Kirche in Bad Zurzach Andreas Stüdli und Michael Dietliker.

Wichtiges Detail am Rande: Vor einigen Jahren hat sich die Stützpunktfeuerwehr Bad ­Zurzach-Rietheim aus dem Kantonalen Feuerwehrverband (AFV) zurückgezogen, jetzt, so wurde bekannt, plant man den Wiedereintritt. (az)

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