Leuggern

Närrisch auf der «Route 66»: «Hornfääger» feiern Kinderfasnacht unter dem Motto «Born to be wild»

In Leuggern fand die Kinderfasnacht unter dem Motto «Born to be wild» statt: Die Guggenmusik gab den Takt vor, die Kinder waren begeistert. In den kommenden Tagen wird in der ganzen Region Fasnacht gefeiert.

Als gegen 13.30 Uhr der närrische Zug am Grottenparkplatz seinen Anfang nimmt, erwarten dort die «Hornfääger» das närrische Volk in Lederklamotten, mit Motorradhelmen auf dem Kopf und coolen Sonnenbrillen auf der Nase oder dem Helm. «Route 66», das Logo jener bei Bikern legendären Fernstrasse quer durch USA, haben sie sich auf die blau-weiss geschminkten Gesichter gezaubert. Die Guggenmusik gibt den Takt vor, zu dem sich Jung und Alt, Kinder, Eltern und Grosseltern in Richtung Dorfzentrum in Bewegung setzen. Dazwischen marschieren Prinzessinnen und Piraten mit, Käfer, Feuerwehrmänner und Elfen, Löwen, Polizisten und Robin Hoods. Ein Cowboy fängt einen rotgewandeten Nina-Kämpfer mit dem Lasso ein. Eine Pippi Langstrumpf steht in einer Hofeinfahrt und überlegt noch, ob sie sich dem bunten Treiben anschliessen soll.

So geht es den Grottenweg hinunter zum Kirchplatz und von dort aus weiter in Richtung Gemeindeverwaltung und Bezirksschule. An der Mehrzweckhalle angekommen, geht es aber nicht gleich hinein. Erst geben die «Hornfääger» ein Platzkonzert, bei dem die 42 Musikanten noch einmal alles geben. Der Himmel ist blau und die Biker-Sonnenbrillen tun am fast schon frühlingshaften Nachmittag gute Dienste. Manche Musiker tragen T-Shirts oder haben sich die Ärmel hochgekrempelt – so warm ist es vor der Halle.

In der Halle ist die Hölle los

Als dann nach rund drei Titeln die Gugge in die Halle bittet, ist darin schon jetzt die Hölle los. Alle sind heiss auf die Eröffnung des Kinderfasnachtsballs. Viviane Gassmann und Sarah Vögele von den «Hornfäägern» stehen bereit. Sie werden die Kinder für die kommenden drei närrischen Stunden unter ihre Fittiche nehmen, mit ihnen Programm machen und so die Eltern einmal verschnaufen lassen. Auch Ramona Laube aus Wislikofen ist unter den Besuchern. «Ich finde die Kinderfasnacht Leuggern eine Supersache», sagt die Mutter. Sie kann heute zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – Fasnacht feiern und Kindergeburtstag organisieren.

Auch draussen, im Foyer der Mehrzweckhalle, gibt es eine Attraktion. Am Schminktisch der «Hornfääger» stehen Bianca Märki und Ursula Bornbusch und verpassen den Besuchern die Original-Gugge-Gesichtsbemalung des Jahres 2020. Und während Bianca Märki offiziell Mitglied der Schminkkommission ist, kann Ursula Bornbusch, Aspirantin und erst ganz neu bei der Truppe aktiv, viel lernen. Denn die beiden sind nicht mit Pinsel und Stift aktiv, sondern mit der Airbrush-Pistole. Noch ist ihr Angebot wenig ins Blickfeld der Kinder geraten.

Doch die beiden sind sich sicher: «Die kommen schon, das war bisher noch jedes Jahr so.» Erfahrungswerte haben die Guggenmusiker aus Leuggern ja genug. Es gibt sie seit 29 Jahren und die Kinderfasnacht samt Umzug fast schon genauso ­lange.

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